
Berlinale 2026 stellt Wettbewerbsprogramm mit 23 Filmen vor
22.01.2026
Während des Dreißigjährigen Krieges taucht ein fremder Soldat namens Rose (Sandra Hüller) in einem abgelegenen protestantischen Dorf auf. Der schweigsame Neuankömmling mit entstellender Narbe gibt an, rechtmäßiger Erbe eines seit Jahren verlassenen Gutshofs zu sein, und legt dafür entsprechende Dokumente vor. Die Dorfgemeinschaft begegnet ihm mit Misstrauen, zumal seine Ankunft bestehende Besitzverhältnisse infrage stellt. Trotz Ablehnung versucht Rose, sich einen Platz im Dorfleben zu sichern und gesellschaftliche Anerkennung zu erlangen.
Was niemand ahnt: Der vermeintliche Soldat lebt unter falschem Namen, falscher Identität und gibt sich als Mann aus, obwohl er als Frau geboren wurde. Dieses Geheimnis bestimmt sein Handeln und verschärft die Konflikte mit der Umgebung. Um den eigenen Anspruch auf Land und Zukunft zu festigen, ist Rose sogar bereit, eine arrangierte Ehe mit der Tochter eines Großbauern einzugehen. Je weiter der Betrug voranschreitet, desto deutlicher wird, wie brüchig die Grenzen zwischen Hoffnung, Täuschung und Selbstverlust sind.
„Rose“ ist ein österreichisch-deutscher Spielfilm aus dem Jahr 2025 unter der Regie von Markus Schleinzer. Das Historien-Drama ist im 17. Jahrhundert angesiedelt und orientiert sich inhaltlich an historischen Quellen über Frauen, die sich in Europa als Männer verkleideten, um gesellschaftliche Einschränkungen zu umgehen.

Die Hauptrolle übernahm Sandra Hüller („The Zone Of Interest“), deren Figur lose auf mehreren dokumentierten Lebensläufen basiert. Produziert wurde der Film als länderübergreifende Koproduktion zwischen Österreich und Deutschland.
Die Uraufführung ist für Februar 2026 im Hauptwettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin vorgesehen, der reguläre Kinostart soll Ende April 2026 erfolgen.