
Festivalbericht 76. Berlinale: Zwischen Polit-Beben und cineastischem Mittelmaß
23.02.2026
In „Queen At Sea“ geraten Amanda und ihr Stiefvater Martin (Tom Courtenay) in einen familiären Konflikt, der sich um den Gesundheitszustand von Amandas (Juliette Binoche) Mutter Leslie (Anna Calder-Marshall) dreht. Leslie leidet an fortgeschrittener Demenz, wodurch zunehmend die Frage aufkommt, ob sie noch in der Lage ist, eigenständig Entscheidungen über ihr Leben zu treffen. Amanda und Martin stehen vor der Herausforderung, Verantwortung für Leslie zu übernehmen, ohne sich über deren eigene Wünsche hinwegzusetzen.
Dabei entstehen Spannungen zwischen beiden, da unterschiedliche Vorstellungen über Fürsorge und Selbstbestimmung aufeinandertreffen. Die Situation verschärft sich, als alltägliche Entscheidungen immer größere Tragweite entwickeln. Im Verlauf der Handlung sehen sich Amanda und Martin mit komplexen moralischen Fragen konfrontiert. Neben der familiären Belastung müssen sie klären, wer im Zweifel die Entscheidungsgewalt übernehmen soll – Angehörige oder institutionelle Betreuung. Die zunehmende emotionale Belastung bringt ihre Beziehung an ihre Grenzen.
„Queen At Sea“ ist ein britisch-US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 2026 unter der Regie und nach einem Drehbuch von Lance Hammer. Die Hauptrollen übernehmen Juliette Binoche, Tom Courtenay, Florence Hunt und Anna Calder-Marshall.

Die Dreharbeiten zu „Queen At Sea“ begannen im April 2023 in London. Für die Kameraarbeit war Adolpho Veloso zuständig, während Lance Hammer auch den Schnitt des Films übernahm.
Für Lance Hammer stellt „Queen At Sea“ seinen zweiten Langspielfilm dar, nachdem sein Debüt „Ballast“ 2008 im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin gezeigt wurde.