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04.02.2026
Das zweite Mai-Wochenende vom 9. bis 11. Mai 2025 bringt etwas Bewegung in die US-Kinocharts: Marvels „Thunderbolts“ verteidigt trotz deutlicher Verluste seine Spitzenposition, während mit dem Low-Budget-Horrorfilm „Clown In A Cornfield“ ein überraschender Neueinsteiger für frischen Wind sorgt.
Nach einem soliden Start in der Vorwoche muss Marvel-Disneys „Thunderbolts“ am zweiten Wochenende ein deutliches, aber branchenübliches Minus von 56 Prozent hinnehmen. Dennoch reichen die geschätzten Wochenendeinnahmen von 32,4 Millionen Dollar aus, um die Spitze der nordamerikanischen Kinocharts zu behaupten. Der neueste Beitrag zum Marvel Cinematic Universe (MCU) läuft weiterhin in 4.330 Kinos und kommt auf einen Kopienschnitt von 7.480 Dollar.
„Thunderbolts“ in der zweiten Woche stärker als „Captain America: Brave New World”
Damit verliert „Thunderbolts“ in etwa so viel wie alle MCU-Filme im Durchschnitt - nämlich 57 Prozent - und deutlich weniger als zuletzt „Captain America: Brave New World”, der nach dem ersten Wochenende um 65 Prozent nachgab. Damit steht der Comic-Actioner, in dem unter anderem Florence Pugh, Sebastian Stan und David Harbour die Hauptrollen spielen, nach zehn Tagen bei einem kumulierten Einspielergebnis von 127,7 Millionen Dollar. Angesichts der hohen Produktionskosten von 180 Millionen Dollar muss „Thunderbolts“ allerdings noch auf stabile Einspielzahlen – auch international – in den kommenden Wochen hoffen, um die Gewinnzone zu erreichen. Der ganz große Wurf ist der Titel noch nicht.
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„Blood & Sinners“ überzeugt erneut mit starker Haltekraft
Den zweiten Platz belegt wie in der Vorwoche der Mystery-Thriller „Blood & Sinners“ von Regisseur Ryan Coogler. Mit 22,1 Millionen Dollar verzeichnet der düstere Vampirfilm ein respektables Minus von nur 33 Prozent und beweist damit am vierten Wochenende außergewöhnliches Stehvermögen.
Insgesamt hat der Film mit 215,4 Millionen Dollar nun weit mehr als das Doppelte seiner 90 Millionen Dollar Produktionskosten eingespielt - ein klarer Publikumserfolg für Warner Bros. und ein Highlight des bisherigen Kinojahres. Die anhaltend starke Mundpropaganda dürfte dem Film auch in den kommenden Wochen starke Zahlen bescheren.
„Ein Minecraft Film“ durchbricht die 400-Millionen-Marke
Auf dem dritten Platz behauptet sich „Ein Minecraft Film“, der mit 7,7 Millionen Dollar und einem Minus von 44 Prozent zwar weiter Federn lassen muss, aber eine bemerkenswerte Marke erreicht: Mit einem kumulierten Einspiel von 408,7 Millionen Dollar ist der familienfreundliche Animations-Live-Action-Hybrid der mit Abstand erfolgreichste Film des Jahres.
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Damit hat der 150 Millionen Dollar teure Film nicht nur seine Produktionskosten mehr als eingespielt, sondern gehört auch zu den erfolgreichsten Videospielverfilmungen aller Zeiten.
„The Accountant 2“ stabilisiert sich leicht
Nach dem deutlichen Einbruch in der Vorwoche zeigt sich „The Accountant 2“ an seinem dritten Wochenende etwas stabiler: Mit 6,7 Millionen Dollar und einem Minus von 29 Prozent hält sich die Action-Thriller-Fortsetzung auf dem vierten Platz. Das Einspielergebnis liegt nun bei 51,5 Millionen Dollar - ein ordentliches, wenn auch nicht überragendes Ergebnis für den 80 Millionen Dollar teuren Film mit Ben Affleck.
Während die Zahlen in den USA und Kanada okay sind, dürfte nun der internationale Markt entscheidend für den finanziellen Erfolg sein. Ein Dauerbrenner wie der erste Teil scheint allerdings noch nicht in Sicht.
„Clown In A Cornfield“ überrascht mit gutem Start
Eine echte Überraschung auf dem fünften Platz: Der Horrorfilm „Clown In A Cornfield“ startet mit 3,7 Millionen Dollar in nur 2.277 Kinos und einem Kopienschnitt von 1.602 Dollar. Für einen Film mit einem Budget von knapp einer Million Dollar ein sehr profitabler Start.
Der von RLJ Entertainment produzierte Slasher basiert auf dem gleichnamigen Kultroman und dürfte vor allem Fans des Genres ansprechen. Bleibt das Interesse stabil, könnte „Clown In A Cornfield“ zum nächsten kleinen Horror-Hit mit hoher Gewinnmarge werden - ein bewährtes Erfolgsmodell ähnlich wie bei Filmen wie zuletzt „Terrifier 3“ oder „Smile 2“.
„Shadow Force“ ist ein Flop
Weniger erfreulich verlief der Kinostart des Actionfilms „Shadow Force“. Mit nur 2,1 Millionen Dollar in 2.170 Kinos und einem schwachen Kopienschnitt von unter 991 Dollar landet der Lionsgate-Film auf dem sechsten Platz. Und das bei einem Budget von 60 Millionen Dollar - ein enttäuschender Start, der wenig Spielraum für eine positive Entwicklung lässt. Es bleibt abzuwarten, ob der Film um Kerry Washington und Omar Sy außerhalb Nordamerikas besser abschneidet. Auf dem heimischen Markt scheint die Actionproduktion jedenfalls weitgehend unter dem Radar des Publikums geblieben zu sein.