
„Avatar 4“ und „Avatar 5“ beleuchten Ursprung des Avatar-Programms
04.02.2026
China reagiert auf die US-Zölle und drosselt den Import von Hollywood-Filmen. Der Handelsstreit zwischen den beiden Wirtschaftsmächten zieht auch die Filmbranche in Mitleidenschaft.
Die chinesische Filmbehörde (CFA) kündigte am Donnerstag (10.4.2025) offiziell an, die Zahl der aus den USA importierten Filme zu reduzieren. Diese Entscheidung ist eine direkte Reaktion auf die Erhöhung der Strafzölle durch die US-Regierung unter Donald Trump. In einer Stellungnahme bezeichnete ein CFA-Sprecher die Zollerhöhungen als „Missbrauch“ und erklärte laut „Hollywood Reporter“: „Diese Maßnahme wird unweigerlich die Popularität amerikanischer Filme in den USA weiter verringern.“
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Die CFA betonte, dass sie sich an die Marktmechanismen halten und die Vorlieben des Publikums respektieren werde. Wörtlich heißt es: „Wir werden die Anzahl amerikanischer Filme moderat reduzieren. Gleichzeitig werden wir mehr herausragende Filme aus der ganzen Welt einführen, um der Marktnachfrage gerecht zu werden.“ Die CFA ist die zentrale staatliche Behörde, die den chinesischen Filmmarkt reguliert.
Filmbranche reagiert überrascht
Die Maßnahme traf viele Akteure der Branche offenbar unerwartet. Erst am Montag hatte die Behörde laut „Hollywood Reporter“ dem Marvel-Film „Thunderbolts“ einen Kinostart am 30. April genehmigt. Ob dieser nun wie geplant stattfindet, ist unklar. Auch andere geplante US-Produktionen wie Apples Formel-1-Drama „F1“ mit Brad Pitt sind damit gefährdet.
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Ein Handelsabkommen sah bisher vor, dass China jährlich 34 ausländische Filme im Rahmen eines Revenue-Sharing-Modells zeigt, bei dem US-Studios 25 Prozent der Einnahmen erhalten. Trotz abnehmender Popularität erzielen einige US-Produktionen in China nach wie vor hohe Einnahmen - etwa „Avatar: The Way of Water“ mit 246 Millionen Dollar im Jahr 2022.
Marktumbruch und neue Prioritäten
Nach einem schwierigen Jahr 2024 mit einem Umsatzrückgang von 23 Prozent verzeichnet der chinesische Kinomarkt 2025 ein starkes Comeback. Bis Anfang April stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 42 Prozent, vor allem dank des Animationshits „Ne Zha 2“, der allein 1,9 Milliarden Dollar einspielte.
Der Handelskonflikt könnte das empfindliche Gleichgewicht des Marktes jedoch erneut stören. Obwohl Hollywood an Einfluss verliert, bleibt das Filmgeschäft ein Bereich, in dem die USA bisher einen Handelsüberschuss gegenüber China erzielen konnten, so „Hollywood Reporter“.