Todd Phillips spürt den Druck bei „Joker: Folie à Deux“: Warum ihn die Fortsetzung nervöser macht als das Original 05.09.2024

Regisseur Todd Phillips spricht bei den Filmfestspielen in Venedig über die Herausforderungen bei „Joker: Folie à Deux“ und warum ihn die Arbeit mit Joaquin Phoenix und Lady Gaga diesmal besonders nervös macht.

Todd Phillips („Hangover“), der Regisseur des Megahits „Joker“ aus dem Jahr 2019, hat bei den Filmfestspielen in Venedig gemeinsam mit Joaquin Phoenix („Napoleon“) und Lady Gaga („House Of Gucci“) die lang erwartete Fortsetzung „Joker: Folie à Deux“ vorgestellt. Der erste Teil, der den Goldenen Löwen des Festivals gewann und weltweit über eine Milliarde Dollar einspielte, hat hohe Erwartungen geweckt. Die Arbeit an der Fortsetzung habe ihn nervöser gemacht als die am ersten Film, erklärte Phillips: „Es ist viel einfacher, ein Außenseiter zu sein als der Favorit.“

Phoenix schlüpft wieder in die Rolle von Arthur Fleck, während Lady Gaga als neue Figur, inspiriert von Harley Quinn, hinzukommt. Ihre Beziehung spiegelt das Thema des Filmtitels „Folie à Deux“ wider, eine psychische Störung, die zwei Menschen gleichzeitig betrifft. Gaga beschreibt die Zusammenarbeit mit Phoenix als „eine völlig andere Erfahrung als mit jedem anderen Schauspieler“.

Inspiration und Musik

Ein zentrales Thema des Films ist die musikalische Welt von Arthur Fleck. Phillips berichtet, dass die Idee zu diesem Ansatz durch einen Traum von Phoenix inspiriert wurde, in dem er als Joker Lieder zum Besten gab. „Ich dachte, da könnte etwas dran sein“, erzählte Phoenix, obwohl er später zugab, dass daraus nichts wurde. Dennoch ist „Joker: Folie à Deux“ über weite Strecken ein Musical-Liebesdrama.

Joaquin Phoenix und Lady Gaga in „Joker: Folie À Deux“ (© Warner Bros.)
Joaquin Phoenix und Lady Gaga in „Joker: Folie À Deux“ (© Warner Bros.)

Für die Rolle musste Phoenix erneut stark abnehmen, was ihm diesmal schwerer fiel: „Ich bin jetzt 49, ich sollte das wahrscheinlich nicht noch einmal machen.“ Lady Gaga fügte scherzhaft hinzu: „Wir haben ihm Blaubeeren gegeben, wenn er Hunger hatte.“

„Joker: Folie à Deux“ keine Reaktion auf Gewaltkritik

Auf die Frage, ob der Film eine Antwort auf die Kritik an der Gewalt im ersten Teil sei, antwortete Phillips, dass dies nicht seine Absicht gewesen sei. „Dieser Film ist keine Reaktion auf irgendetwas“, stellte er klar. Seiner Meinung nach sei der erste Teil teilweise „unfair“ beurteilt worden, aber Filme seien zu komplex, um als Antwort auf Kritik gesehen zu werden. Warner Bros. beschreibt „Joker: Folie à Deux“ als eine Geschichte über Arthur Flecks Zeit in einer psychiatrischen Anstalt, wo er die Liebe und seine innere Musik entdeckt.

Verhaltene Reaktionen in Venedig

Von den Kritikern in Venedig wurde „Joker: Folie à Deux“ insgesamt nur verhalten aufgenommen - neben Lob gab es auch viele negative Kritiken, so dass der polarisierende Comic-Film nur einen Metacritic-Wert von 54/100 erreichte.

Die Musical-Drama-Fortsetzung kommt am 3. Oktober 2024 in die deutschen Kinos.

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