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04.02.2026
Fatih Akin ist einer der spannendsten und versiertesten Regisseure Deutschlands. Der gebürtige Hamburger hat mit dem Heimatfilm-Drama „Amrum“ gerade wieder einen neuen Film in den Kinos. Zeit, um auf die Besucherzahlen seines Gesamtwerks zu schauen.
„Amrum“ spielt im Frühjahr 1945 auf der gleichnamigen Nordseeinsel. Der 12-jährige Nanning (Jasper Billerbeck) versucht in den letzten Kriegstagen, seine Mutter Hille Hagener (Laura Tonke) bei der Versorgung der Familie zu unterstützen. Mit großer Entschlossenheit widmet er sich der Seehundjagd, dem nächtlichen Fischen und der schweren Feldarbeit – alles, um das Überleben der Familie zu sichern. Als der Krieg endet, sieht sich Nanning jedoch mit neuen Herausforderungen konfrontiert.
Den großen Durchbruch feierte Akin 2004 mit dem wahnsinnig intensiven Drama „Gegen die Wand“, das als Sleeper-Hit erstaunliche 791.141 Zuschauer anlockte und den Goldenen Bären bei der Berlinale abräumen.
| Filmtitel | Produktionsjahr | Besucher in Deutschland |
|---|---|---|
| Rheingold | 2022 | 1.013.008 |
| Der Goldene Handschuh | 2019 | 232.956 |
| Aus dem Nichts | 2017 | 626.170 |
| Tschick | 2016 | 922.062 |
| The Cut | 2014 | 91.633 |
| Soul Kitchen | 2009 | 1.321.481 |
| Auf der anderen Seite | 2007 | 529.714 |
| Gegen die Wand | 2004 | 791.141 |
| Solino | 2002 | 582.523 |
| Im Juli | 2000 | 591.155 |
| Kurz und schmerzlos | 1998 | 72.912 |
Flops hat Akin in seiner Karriere nur einen gelandet, das etwas überambitionierte Völkermord-Drama „The Cut“, das mit 91.633 Zuschauer sogar die 100.000er Marke verpasste. Die Ablehnung löste bei Akin eine Lebenskrise aus, wie er im „RND“-Interview zugibt: „Das war eine harte Zeit. Damit meine ich jetzt nicht das Wochenende beim Festival in Venedig, als dieser 15-Millionen-Euro-Film von der Weltpresse zerlegt wurde, sondern die Zeit danach.“ Das habe ihn stark verunsichert. Doch der Erfolg mit der Jugendbuch-Verfilmung „Tschick“, die mit 922.062 Besuchern sehr gut lief, erdete Akin wieder. Dieses Projekt übernahm der Deutsch-Türke erst wenige Wochen vor Drehstart – ganz entgegen seiner normalen Gewohnheiten, seine Projekte lange vorzubereiten.
Nur sein Debütfilm „Kurz und schmerzlos“ hatte mit 72.912 Besuchern weniger Zuspruch an der Kinokasse als „The Cut“, aber als kleiner Kinostart eines damals unbekannten jungen Regisseurs waren diese Zahlen ein Erfolg.