„Resident Evil“: So erfolgreich waren die Filme weltweit und in Deutschland

„Resident Evil“ gehört zu den erfolgreichsten Videospielverfilmungen der Kinogeschichte. Seit 2002 hat das Franchise weltweit Milliardenumsätze erzielt und sieben Kinofilme hervorgebracht. Doch wie entwickelten sich die einzelnen Filme an den Kinokassen? KINO-TOTAL.net blickt auf Einspielergebnisse und deutsche Besucherzahlen.

Das „Resident Evil“-Franchise basiert auf der gleichnamigen Videospielreihe von Capcom. Im Mittelpunkt der ersten sechs Filme steht Alice, gespielt von Milla Jovovich („Das fünfte Element“), die sich durch eine von der Umbrella Corporation ausgelöste Zombie-Apokalypse kämpft.

Die von Paul W. S. Anderson konzipierte Reihe entfernte sich dabei zunehmend von der Vorlage und setzte auf eine Mischung aus Zombie-Horror, Science-Fiction und spektakulärer Action. An den internationalen Kinokassen erwies sich das Konzept als erfolgreich – allerdings mit erheblichen Unterschieden zwischen den einzelnen Filmen und Märkten.

Mit „Resident Evil: Welcome to Raccoon City“ wurde das Franchise 2021 neu gestartet. 2026 folgt nun mit „Resident Evil“ eine weitere Neuinterpretation der Videospielreihe. Ein Blick auf die bisherigen Zahlen zeigt, welche Filme besonders erfolgreich waren und wie sich das Interesse des deutschen Publikums entwickelt hat.

Statistiken aller „Resident Evil“-Filme

Filmtitel Startdatum Deutschland Einspielergebnis Nordamerika Einspielergebnis weltweit Besucher in Deutschland Budget
Resident Evil (2002) 21.03.2002 40,1 Millionen Dollar 103,0 Millionen Dollar 959.000 33 Millionen Dollar
Resident Evil: Apocalypse (2004) 23.09.2004 51,2 Millionen Dollar 129,3 Millionen Dollar 451.000 45 Millionen Dollar
Resident Evil: Extinction (2007) 27.09.2007 50,7 Millionen Dollar 147,7 Millionen Dollar 367.000 45 Millionen Dollar
Resident Evil: Afterlife (2010) 16.09.2010 60,1 Millionen Dollar 300,2 Millionen Dollar 1.144.082 60 Millionen Dollar
Resident Evil: Retribution (2012) 20.09.2012 42,3 Millionen Dollar 240,2 Millionen Dollar 685.000 65 Millionen Dollar
Resident Evil: The Final Chapter (2016) 26.01.2017 26,8 Millionen Dollar 312,2 Millionen Dollar 321.000 40 Millionen Dollar
Resident Evil: Welcome to Raccoon City (2021) 25.11.2021 17,0 Millionen Dollar 41,9 Millionen Dollar 95.000 25 Millionen Dollar
Resident Evil (2026) 17.09.2026 – – – 80 Millionen Dollar

Ein erfolgreicher Auftakt mit „Resident Evil“

Den Auftakt machte 2002 „Resident Evil“. Unter der Regie von Paul W. S. Anderson („Event Horizon“) entstand ein mit 33 Millionen Dollar vergleichsweise günstig produzierter Horror-Actionfilm. In Nordamerika spielte der Film 40,1 Millionen Dollar ein, weltweit waren es 103,0 Millionen Dollar. In Deutschland lockte „Resident Evil“ gute 959.000 Besucher in die Kinos.

Auch interessant: Einspielergebnisse und Besucherzahlen des Marvel Cinematic Universe (MCU)

2004 folgte „Resident Evil: Apocalypse“. Alexander Witt übernahm die Regie, das Budget stieg auf 45 Millionen Dollar. In den USA und Kanada spielte die Fortsetzung 51,2 Millionen Dollar ein, weltweit waren es 129,3 Millionen Dollar. In Deutschland erreichte der zweite Teil allerdings nur 451.000 Besucher.

Der Cast von „Resident Evil: The Final Chapter“
Der Cast von „Resident Evil: The Final Chapter“

Auch „Resident Evil: Extinction“ konnte 2007 international zulegen. Der dritte Teil spielte bei einem Budget von 45 Millionen Dollar in Nordamerika 50,7 Millionen Dollar und weltweit 147,7 Millionen Dollar ein. In Deutschland setzte sich der Abwärtstrend fort: Nur 367.000 Zuschauer sahen den Film im Kino.

„Resident Evil: Afterlife“ wird zum weltweiten Kassenhit

2010 gelang dem Franchise ein spektakuläres Comeback. „Resident Evil: Afterlife“ wurde erneut von Paul W. S. Anderson inszeniert und brachte die Reihe erstmals in die dritte Dimension. Bei einem Budget von 60 Millionen Dollar spielte der Film in Nordamerika 60,1 Millionen Dollar ein. Weltweit explodierten die Einnahmen auf 300,2 Millionen Dollar.

Auch interessant: Einspielergebnisse und Besucherzahlen der „Die Tribute von Panem“-Filme

Auch in Deutschland machte sich der Aufschwung bemerkbar. Mit 1,14 Millionen Besuchern stellte „Resident Evil: Afterlife“ den Zuschauerrekord der Reihe auf.

2012 folgte „Resident Evil: Retribution“. Trotz eines auf 65 Millionen Dollar gestiegenen Budgets blieb der Film in Nordamerika mit 42,3 Millionen Dollar hinter „Afterlife“ zurück. Weltweit kamen dennoch 240,2 Millionen Dollar zusammen. In Deutschland wurden 685.000 Besucher gezählt.

„Resident Evil: The Final Chapter“ wird zum erfolgreichsten Teil

2016 kehrte Milla Jovovich mit „Resident Evil: The Final Chapter“ zurück. Der vermeintliche Abschluss der Reihe entwickelte sich weltweit zum erfolgreichsten Film des Franchise. In Nordamerika spielte der mit 40 Millionen Dollar budgetierte Film lediglich 26,8 Millionen Dollar ein, weltweit kamen jedoch beeindruckende 312,2 Millionen Dollar zusammen. In Deutschland konnte der Film diesen Erfolg nicht wiederholen. „The Final Chapter“ erreichte lediglich 321.000 Besucher.

Der Neustart „Resident Evil: Welcome to Raccoon City“ floppt

2021 versuchte Sony mit „Resident Evil: Welcome To Raccoon City“ einen Neustart. Die Milla-Jovovich-Saga wurde beendet, Regisseur Johannes Roberts orientierte sich stärker an den Figuren und Schauplätzen der Videospiele.

Auch interessant: Einspielergebnisse und Besucherzahlen der „Dune“-Filme im Kino

Bei einem Budget von 25 Millionen Dollar spielte der Film in Nordamerika nur 17,0 Millionen Dollar ein. Weltweit kamen 41,9 Millionen Dollar zusammen. Damit war „Welcome To Raccoon City“ der mit Abstand schwächste Kinoeintrag der Reihe. Auch in Deutschland blieb das Interesse gering: Nur 95.000 Besucher wurden gezählt – allerdings sind die schwachen Zahlen teils auch der weltweiten Corona-Pandemie geschuldet.

Austin Abrams in „Resident Evil“ (Constantin Film)
Austin Abrams in „Resident Evil“ (Constantin Film)

„Resident Evil“ kehrt 2026 zurück

2026 erhält das Franchise erneut einen Neustart. Regie führt Zach Cregger, der mit „Barbarian“ und „Weapons – Die Stunde des Verschwindens“ bekannt wurde. Anders als die bisherigen Milla-Jovovich-Filme handelt es sich nicht um eine Fortsetzung der bestehenden Saga, sondern um eine neue Interpretation der Videospielreihe.

Mit einem Budget von 80 Millionen Dollar ist der neue „Resident Evil“ der bislang teuerste Film des Franchise. Für die Kinokassen ist damit einiges auf dem Spiel: Nach dem internationalen Höhepunkt mit „The Final Chapter“ und dem enttäuschenden Neustart „Welcome To Raccoon City“ muss sich erst zeigen, ob die Reihe wieder an ihre früheren Erfolge anknüpfen kann.

Weitere interessante Nachrichten