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04.02.2026
Leonardo DiCaprios gefeierter neuer Film floppt an den Kinokassen. Laut „Variety“ droht Paul Thomas Andersons „One Battle After Another“ Warner Bros. ein Minus von 100 Millionen Dollar zu bescheren.
Der satirische Paranoia-Thriller „One Battle After Another“ könnte laut eines Berichts des US-Branchenmagazins „Variety“ zu einem der größten finanziellen Misserfolge des Jahres werden. Obwohl das Meisterwerk mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle weltweit bisher rund 191 Millionen Dollar einspielte, könnte er am Ende etwa 100 Millionen Dollar Verlust verursachen.
Der Grund dafür liegt in den enormen Ausgaben des Studios Warner Bros.: Rund 130 Millionen Dollar flossen in die Produktion und weitere 70 Millionen in die weltweite Vermarktung – und das bei einem R-Rated-Film, der fast drei Stunden lang ist und inhaltlich eher im Arthouse als im Mainstream verankert ist. Da die Einnahmen aus dem Ticketverkauf üblicherweise etwa zur Hälfte zwischen Filmstudios und Kinobetreibern aufgeteilt werden, bleibt dem Studio nur ein Teil des Umsatzes. Hinzu kommt, dass DiCaprio bei seinen Projekten üblicherweise eine Beteiligung an den Bruttoerlösen erhält – also schon vor der Rückzahlung der Produktionskosten einen prozentualen Anteil der Kinoeinnahmen bekommt.
Wie „Variety“ weiter berichtet, liegt die Gewinnschwelle des Films in diesem Fall bei rund 300 Millionen Dollar. Die aufwendige Oscar-Kampagne steigert die Kosten zusätzlich. Ein Sprecher von Warner Bros. weist die Berechnungen jedoch zurück: „Warner Bros. widerspricht den anonymen Quellen und den uninformierten Schätzungen von ‚Variety‘.“ Das Studio verweist darauf, dass die Kinofilme des Jahres 2025 insgesamt mehr als vier Milliarden Dollar eingespielt haben.
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Neben Andersons Werk scheiterten laut „Variety auch andere erwachsenenorientierte Produktionen an den Kinokassen. So brach das Sport-Drama „The Smashing Machine“ mit Dwayne Johnson in seiner zweiten Woche um 70 Prozent ein und erzielte nur 11,4 Millionen Dollar in Nordamerika (bei einem Budget von 50 Millionen Dollar). Auch die Musicalverfilmung „Kiss Of The Spider Woman“ (Budget: 30 Millionen Dollar) mit Jennifer Lopez blieb mit 1,6 Millionen Dollar weit hinter den Erwartungen zurück.
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Analyst Shawn Robbins von Fandango sieht darin ein strukturelles Problem: „Diese Prestigefilme haben es nicht geschafft, bei den Zuschauern ein Gefühl der FOMO (Fear of missing) zu erzeugen.“ Viele Zuschauer warteten inzwischen lieber auf die Veröffentlichung der Filme auf Streaming-Plattformen. Seit der Pandemie haben die Studios die exklusive Kinoauswertung von 90 Tagen auf teilweise nur wenige Wochen verkürzt.
Auch das Indie-Studio A24 gerät mit seiner neuen Strategie unter Druck. „The Smashing Machine“ kostete 50 Millionen Dollar – ein Vielfaches früherer A24-Budgets. Zwar konnte das Risiko durch den Verkauf von Auslandsrechten reduziert werden, doch laut „Variety“ tragen internationale Partner den größten Verlust. Ein Brancheninsider fasst die Stimmung wie folgt zusammen: „Das ist ein epischer Flop. A24 hat sich selbst abgesichert, aber alle anderen auf internationaler Ebene habeneine ordentliche Tracht Prügel bezogen.“
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Trotz dieser Rückschläge hoffen Branchenanalysten, dass Studios auch weiterhin anspruchsvolle Filme produzieren. Eric Wold von Texas Capital Securities erklärt: „Konsumenten gehen höchstens ein paar Mal im Jahr ins Kino. Sie bevorzugen das, was sie kennen: Sequels, Prequels und Spin-offs.“ Das Risiko für originelle Stoffe bleibt hoch – doch ohne sie droht dem Kino laut „Variety“ langfristig die kreative Vielfalt verloren zu gehen.