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04.02.2026
Kevin Costner ist weiterhin verzweifelt auf der Suche nach neuen Geldgebern für seine „Horizon“-Saga. Laut US-Berichten reiste er zuletzt sogar nach Saudi-Arabien. Doch die Verhandlungen zeigen klare Grenzen auf.
Der Regisseur, Hauptdarsteller und Produzent Kevin Costner (70) treibt die Finanzierung seines strauchelnden, ambitionierten Westernprojekts „Horizon: eine amerikanische Saga“ weiter voran. Wie „World of Reel“ berichtet, reiste er nach Saudi-Arabien, um mit Regierungsvertretern und Milliardären über die Finanzierung von „Horizon 3“ und „Horizon 4“ zu verhandeln.
In den Gesprächen soll er laut „GQ“ betont haben, dass er „einige dieser Milliardäre mit verdammten Yachten“ brauche, um seine Vision zu realisieren – ein deutliches Signal, wie sehr er auf Großinvestoren angewiesen ist. Kein Studio will sein finanziell bisher gescheitertes Traumprojekt weiterführen.
Laut demselben Bericht von „World of Reel“ setzte Costner bei seiner Präsentation gezielt auf die kulturelle Bedeutung Saudi-Arabiens. Er sagte: „Saudi-Arabien verdient seinen Platz auf der Weltbühne“, um sein Projekt nicht nur als finanzielles Investment, sondern auch als kulturelles Statement darzustellen.
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Tatsächlich boten ihm die saudischen Partner an, Teile von „Horizon“ weiterzufinanzieren – allerdings nicht zu dem „exorbitanten Preis“, den Costner verlangt. Deswegen herrscht hier erstmal Stillstand.
Der 70-Jährige hat bereits einen großen Teil seines Vermögens in „Horizon“ investiert. Laut Medienberichten steuerte er für die ersten beiden Kapitel bis zu 58 Millionen US-Dollar aus eigener Tasche bei.
Trotz dieser enormen Eigenbeteiligung bleibt sein Vorhaben hochriskant. Die Box-Office-Einbrüche nach dem ersten Teil erschweren es, weitere Geldgeber zu gewinnen, und die bisher gescheiterten Verhandlungen in Saudi-Arabien zeigen, dass nicht alle sein ambitioniertes Budget tragen wollen.
Ein Start von „Horizon 2“, der 2024 beim Filmfestival von Venedig Premiere feierte, ist derweil weder in den USA noch in Deutschland in Sicht. Das Einspielergebnis von „Horizon“ – 29 Millionen Dollar in Nordamerika und zusätzlich 9,8 Millionen Dollar im Rest der Welt – verkompliziert die Sachlage enorm, da allein 100 Millionen Dollar nötig waren, um mit dem ersten Teil Geld zu verdienen. Und die Western-Saga wird von Teil zu Teil düsterer. Das lässt Investoren nicht gerade frohlocken
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Im Vergleich mit anderen Ländern schnitt „Horizon“, der am 22. August 2024 startete, in Deutschland noch recht positiv ab. 334.000 Menschen wollten Costners Werk hierzulande im Kino sehen.

Trotz aller finanziellen Schwierigkeiten gibt Costner nicht auf. In Interviews bekräftigte er, dass er „Teil 3 drehen werde, auch wenn ich nicht weiß, wie ich ihn finanziere“. Die Dreharbeiten zu „Horizon 3“ hatten bereits begonnen, mussten aber anschließend wegen der Finanzierungsprobleme wieder gestoppt werden.
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Die geplante vierteilige Saga ist für ihn nicht nur ein Filmprojekt, sondern eine Herzensangelegenheit. Auch wenn seine Suche nach saudischen Geldgebern bislang nicht erfolgreich war, zeigt sein Engagement, wie sehr er bereit ist, Risiken einzugehen, um seine epische Western-Erzählung zu Ende zu führen.