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04.02.2026
Michael „Bully“ Herbig zählt zu den erfolgreichsten deutschen Filmemachern. Von „Der Schuh des Manitu“ über „(T)Raumschiff Surprise“ bis „Ballon“ – KINO-TOTAL.net wirft zum Start von „Das Kanu des Manitu“ einen genauen Blick auf die Besucherzahlen seiner Filme in Deutschland.
Seit seinem Kino-Debüt im Jahr 2000 hat Michael „Bully“ Herbig mit seinen Komödien, Parodien und auch ernsthaften Filmen Millionen Menschen in die Kinos gelockt. Ob als Regisseur, Autor oder Hauptdarsteller – der Münchner versteht es, Publikumshits zu schaffen, die oft zum Kult werden.
Statistiken aller Filme von Regisseur Michael „Bully“ Herbig
| Filmtitel | Besucher in Deutschland | Startdatum Deutschland |
|---|
| Erkan & Stefan (2000) | 1.239.231 | 20.04.2000 |
| Der Schuh des Manitu (2001) | 11.721.183 | 19.07.2001 |
| (T)Raumschiff Surprise – Periode 1 (2004) | 9.165.932 | 22.07.2004 |
| Lissi und der wilde Kaiser (2007) | 2.292.113 | 25.10.2007 |
| Wickie und die starken Männer (2009) | 4.936.408 | 09.09.2009 |
| Buddy (2013) | 738.815 | 25.12.2013 |
| Bullyparade – Der Film (2017) | 1.901.892 | 17.08.2017 |
| Ballon (2018) | 944.433 | 27.09.2018 |
| Tausend Zeilen (2022) | 275.886 | 29.09.2022 |
| Das Kanu des Manitu (2025) | 14.08.2025 |
Vom Comedy-Duo „Erkan & Stefan“ zu eigenen Kinoerfolgen
Sein Regiedebüt feierte Herbig mit „Erkan & Stefan“ (2000), einer Kinoversion des beliebten Comedy-Duos Florian Simbeck und John Friedmann. Der Film lockte 1,24 Millionen Besucher in die deutschen Kinos – ein starker Einstand, der den Weg für Herbigs nächsten, weitaus größeren Hit ebnete.
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Durchbruch mit „Der Schuh des Manitu“
2001 folgte „Der Schuh des Manitu“, eine Western-Parodie, die nicht nur den deutschen Humor prägte, sondern auch Kinogeschichte schrieb. Mit 11,72 Millionen Besuchern ist der Film bis heute einer der größten Publikumserfolge des deutschen Nachkriegskinos und übertraf sogar die Karl-May-Filme, die er persiflierte.

Science-Fiction-Parodie „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“ im XXL-Format
Herbig setzte seinen Siegeszug 2004 mit „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“ fort. Die Science-Fiction-Komödie brachte es auf 9,17 Millionen Besucher und zementierte seinen Status als Kassenmagnet. Damit landete er erneut unter den Top-Ergebnissen deutscher Filmproduktionen überhaupt.
Animation und Kaiserparodie mit „Lissi und der wilde Kaiser“
Mit „Lissi und der wilde Kaiser“ (2007) wagte sich Herbig erstmals an einen Animationsfilm. Die Sissi-Parodie erreichte 2,29 Millionen Besucher, was ein beachtliches Ergebnis ist, auch wenn es nicht an die phänomenalen Zahlen der Realfilmhits heranreichte.
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Kinderklassiker „Wickie und die starken Männer“ neu interpretiert
Herbig bewies im Jahr 2009, dass er auch im Genre des Familienfilms punkten kann. „Wickie und die starken Männer“ begeisterte 4,94 Millionen Zuschauer. Damit gelang ihm ein weiterer Megaerfolg und einer der meistgesehenen deutschen Filme des Jahres.
„Buddy“ - eine romantische Komödie mit schwächerem Ergebnis
Mit der romantischen Komödie „Buddy“ (2013) verließ Herbig das Terrain seiner Parodien. Das Publikum reagierte verhaltener: knapp 739.000 Besucher bedeuteten einen deutlichen Rückgang im Vergleich zu seinen früheren Hits.
Nostalgische Rückkehr zur „Bullyparade“
2017 kehrte Herbig mit „Bullyparade – Der Film“ zu den Wurzeln seiner Sketchshow zurück. Mit 1,91 Millionen Besuchern konnte er erneut an frühere Erfolge anknüpfen, wenn auch auf niedrigerem Niveau.
Mit „Ballon“ wagte „Bully“ Herbig einen Ausflug in dramatische Gefilde
2018 überraschte Herbig mit dem Polit-Thriller „Ballon“, der auf einer wahren DDR-Fluchtgeschichte basiert. Der Genrewechsel kam beim Publikum gut an: 944.000 Zuschauer sahen den Film in den Kinos – eine beachtliche Leistung.
Zahme Medienkritik mit „Tausend Zeilen”
Mit „Tausend Zeilen“ (2022) verfilmte Herbig die Relotius-Affäre. Der ernste Stoff lockte allerdings nur knapp 276.000 Besucher in die Kinos – das schwächste Ergebnis seiner Regiekarriere, der rechte Biss fehlte dem Film.
Die späte Rückkehr in den Wilden Westen mit „Das Kanu des Manitu
Am 14. August 2025 startet mit „Das Kanu des Manitu“ die lang erwartete Fortsetzung seines größten Hits. Ob Herbig an die Rekordzahlen von 2001 anknüpfen kann, bleibt abzuwarten. Angesichts der nostalgischen Strahlkraft der Marke und der Debatte um den Humor von damals dürfte der Film aber für reichlich Gesprächsstoff sorgen.
Fazit: Ein Publikumsliebling mit Rekordpotenzial!
Michael „Bully“ Herbig hat mit nur wenigen Filmen gleich mehrere Platzierungen in der Liste der meistgesehenen deutschen Kinofilme aller Zeiten erreicht. „Der Schuh des Manitu“ und „(T)Raumschiff Surprise“ sind kommerzielle Meilensteine des deutschen Kinos, während Filme wie „Ballon“ und „Tausend Zeilen“ seine Vielseitigkeit unter Beweis stellen. Mit „Das Kanu des Manitu“ steht nun ein Film bevor, der das Potenzial hat, die Nostalgie des Publikums zu wecken und vielleicht noch einmal Millionen Menschen ins Kino zu locken.