Michael „Bully“ Herbig – Besucherzahlen seiner Filme in Deutschland: Von „Schuh des Manitu“ bis „Das Kanu des Manitu“ 14.08.2025

Michael „Bully“ Herbig zählt zu den erfolgreichsten deutschen Filmemachern. Von „Der Schuh des Manitu“ über „(T)Raumschiff Surprise“ bis „Ballon“ – KINO-TOTAL.net wirft zum Start von „Das Kanu des Manitu“ einen genauen Blick auf die Besucherzahlen seiner Filme in Deutschland.

Seit seinem Kino-Debüt im Jahr 2000 hat Michael „Bully“ Herbig mit seinen Komödien, Parodien und auch ernsthaften Filmen Millionen Menschen in die Kinos gelockt. Ob als Regisseur, Autor oder Hauptdarsteller – der Münchner versteht es, Publikumshits zu schaffen, die oft zum Kult werden.

Statistiken aller Filme von Regisseur Michael „Bully“ Herbig

Filmtitel Besucher in Deutschland Startdatum Deutschland
Erkan & Stefan (2000) 1.239.231 20.04.2000
Der Schuh des Manitu (2001) 11.721.183 19.07.2001
(T)Raumschiff Surprise – Periode 1 (2004) 9.165.932 22.07.2004
Lissi und der wilde Kaiser (2007) 2.292.113 25.10.2007
Wickie und die starken Männer (2009) 4.936.408 09.09.2009
Buddy (2013) 738.815 25.12.2013
Bullyparade – Der Film (2017) 1.901.892 17.08.2017
Ballon (2018) 944.433 27.09.2018
Tausend Zeilen (2022) 275.886 29.09.2022
Das Kanu des Manitu (2025) 14.08.2025

Vom Comedy-Duo „Erkan & Stefan“ zu eigenen Kinoerfolgen

Sein Regiedebüt feierte Herbig mit „Erkan & Stefan“ (2000), einer Kinoversion des beliebten Comedy-Duos Florian Simbeck und John Friedmann. Der Film lockte 1,24 Millionen Besucher in die deutschen Kinos – ein starker Einstand, der den Weg für Herbigs nächsten, weitaus größeren Hit ebnete.

Auch interessant: Deutsche Kinocharts: „Das Kanu des Manitu“ feiert besten deutschen Start seit Corona

Durchbruch mit „Der Schuh des Manitu“

2001 folgte „Der Schuh des Manitu“, eine Western-Parodie, die nicht nur den deutschen Humor prägte, sondern auch Kinogeschichte schrieb. Mit 11,72 Millionen Besuchern ist der Film bis heute einer der größten Publikumserfolge des deutschen Nachkriegskinos und übertraf sogar die Karl-May-Filme, die er persiflierte.

„Der Schuh des Manitu“ (© Constantin Film)
„Der Schuh des Manitu“ (© Constantin Film)

Science-Fiction-Parodie „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“ im XXL-Format

Herbig setzte seinen Siegeszug 2004 mit „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“ fort. Die Science-Fiction-Komödie brachte es auf 9,17 Millionen Besucher und zementierte seinen Status als Kassenmagnet. Damit landete er erneut unter den Top-Ergebnissen deutscher Filmproduktionen überhaupt.

Animation und Kaiserparodie mit „Lissi und der wilde Kaiser“

Mit „Lissi und der wilde Kaiser“ (2007) wagte sich Herbig erstmals an einen Animationsfilm. Die Sissi-Parodie erreichte 2,29 Millionen Besucher, was ein beachtliches Ergebnis ist, auch wenn es nicht an die phänomenalen Zahlen der Realfilmhits heranreichte.

Auch interessant: Filmkritik „Das Kanu des Manitu“: „Bully“ Herbigs bissige Western-Komödie zwischen Nostalgie und Debatte um Winnetou

Kinderklassiker „Wickie und die starken Männer“ neu interpretiert

Herbig bewies im Jahr 2009, dass er auch im Genre des Familienfilms punkten kann. „Wickie und die starken Männer“ begeisterte 4,94 Millionen Zuschauer. Damit gelang ihm ein weiterer Megaerfolg und einer der meistgesehenen deutschen Filme des Jahres.

„Buddy“ - eine romantische Komödie mit schwächerem Ergebnis

Mit der romantischen Komödie „Buddy“ (2013) verließ Herbig das Terrain seiner Parodien. Das Publikum reagierte verhaltener: knapp 739.000 Besucher bedeuteten einen deutlichen Rückgang im Vergleich zu seinen früheren Hits.

Nostalgische Rückkehr zur „Bullyparade“

2017 kehrte Herbig mit „Bullyparade – Der Film“ zu den Wurzeln seiner Sketchshow zurück. Mit 1,91 Millionen Besuchern konnte er erneut an frühere Erfolge anknüpfen, wenn auch auf niedrigerem Niveau.

Mit „Ballon“ wagte „Bully“ Herbig einen Ausflug in dramatische Gefilde

2018 überraschte Herbig mit dem Polit-Thriller „Ballon“, der auf einer wahren DDR-Fluchtgeschichte basiert. Der Genrewechsel kam beim Publikum gut an: 944.000 Zuschauer sahen den Film in den Kinos – eine beachtliche Leistung.

Zahme Medienkritik mit „Tausend Zeilen”

Mit „Tausend Zeilen“ (2022) verfilmte Herbig die Relotius-Affäre. Der ernste Stoff lockte allerdings nur knapp 276.000 Besucher in die Kinos – das schwächste Ergebnis seiner Regiekarriere, der rechte Biss fehlte dem Film.

Die späte Rückkehr in den Wilden Westen mit „Das Kanu des Manitu

Am 14. August 2025 startet mit „Das Kanu des Manitu“ die lang erwartete Fortsetzung seines größten Hits. Ob Herbig an die Rekordzahlen von 2001 anknüpfen kann, bleibt abzuwarten. Angesichts der nostalgischen Strahlkraft der Marke und der Debatte um den Humor von damals dürfte der Film aber für reichlich Gesprächsstoff sorgen.

Fazit: Ein Publikumsliebling mit Rekordpotenzial!

Michael „Bully“ Herbig hat mit nur wenigen Filmen gleich mehrere Platzierungen in der Liste der meistgesehenen deutschen Kinofilme aller Zeiten erreicht. „Der Schuh des Manitu“ und „(T)Raumschiff Surprise“ sind kommerzielle Meilensteine des deutschen Kinos, während Filme wie „Ballon“ und „Tausend Zeilen“ seine Vielseitigkeit unter Beweis stellen. Mit „Das Kanu des Manitu“ steht nun ein Film bevor, der das Potenzial hat, die Nostalgie des Publikums zu wecken und vielleicht noch einmal Millionen Menschen ins Kino zu locken.

Weitere interessante Nachrichten

„Avatar 4“ und „Avatar 5“ beleuchten Ursprung des Avatar-Programms

„Avatar 4“ und „Avatar 5“ beleuchten Ursprung des Avatar-Programms

04.02.2026

„Avatar 4“ und „Avatar 5“ sollen die Ursprünge des Avatar-Programms und dessen Schöpfer näher beleuchten. Details stammen aus einem Making-of-Buch von Joe Fordham.

Apple und Formel 1 planen mögliche Fortsetzung von „F1“

Apple und Formel 1 planen mögliche Fortsetzung von „F1“

04.02.2026

Apple und die Formel 1 kündigen eine mögliche Fortsetzung des Rennsport-Dramas „F1“ an. Details stehen noch aus, die Produktion läuft weiterhin über Apple TV.