„Megalopolis“ wird zum Megaflop mit Ansage - Schwacher Start in Nordamerika und Deutschland 01.10.2024

Francis Ford Coppola, der legendäre Regisseur von Klassikern wie „Der Pate“ und „Apocalypse Now“, hat mit „Megalopolis“ ein ambitioniertes Science-Fiction-Drama geschaffen, das sich an den Kinokassen bereits zum Start in Nordamerika und Deutschland als Megaflop erweist. Trotz eines großen Budgets von rund 120 Millionen Dollar zeigen die ersten Zahlen, dass alle Hoffnungen auf ein Box-Office-Wunder vergebens sind.

In Deutschland startete „Megalopolis“ am 26. September in 325 Kinos und konnte in den ersten vier Tagen nur gut 19.000 Besucher anlocken, wie „InsideKino.de“ berichtet. Das ist ein sehr enttäuschender Start für einen Film dieser Größenordnung. Der Kopienschnitt liegt bei sehr mageren 60 Besuchern pro Kino. Zum Vergleich: Große Blockbuster erreichen zum Start in der Regel ein Vielfaches dieser Besucherzahl, insbesondere wenn sie in einer ähnlich breiten Kinolandschaft starten. Trotz der prominenten Besetzung mit „Star Wars“-Star Adam Driver und dem großen Namen, der hinter dem Projekt steht, ist das Interesse des deutschen Publikums also enttäuschend, wenn auch nach all der negativen Presse rund um die Produktion nicht überraschend. Das Projekt „Megalopolis“ war „dead on arrival“. Leider – denn welcher Kinofan hätte dem legendären Francis Ford Coppola nicht noch einen großen Wurf auch an der Kinokasse gegönnt?!

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Dennoch muss an dieser Stelle der Mut des deutschen Verleihers Constantin Film gelobt werden, das Himmelfahrtskommando „Megalopolis“ zu wagen und den deutschen Filmfans Coppolas Spätwerk im Kino anzubieten. Denn spätestens nach Fertigstellung und ersten Testvorführungen für die Hollywood-Majors stand das Projekt auf verlorenem Posten.

Nordamerika: „Megalopolis“ wird um 10-Millionen-Marke kämpfen

In Nordamerika sieht die Lage ähnlich düster aus. In 1.854 Kinos gestartet, spielte „Megalopolis“ in den ersten drei Tagen nur 4,0 Millionen Dollar ein. Dies ist ein deutliches Warnsignal, da der Film in vielen Kinos flächendeckend verfügbar war, aber offensichtlich nicht genügend Zuschauer anziehen konnte. Bei einem Budget von 120 Millionen Dollar, das zum Großteil aus der Tasche von Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Franchis Ford Coppola (85) stammt, und den damit verbundenen, noch nicht eingerechneten Marketingkosten müsste der Film ein Vielfaches der bisher weltweit erwirtschafteten fünf Millionen Dollar einnehmen, um auch nur in die Nähe der Gewinnzone von über 200 Millionen Dollar zu kommen.

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Aubrey Plaza in „Megalopolis“ (© Constantin Film)
Aubrey Plaza in „Megalopolis“ (© Constantin Film)

Kritische Resonanz: Ein weiterer Rückschlag

Neben den enttäuschenden Einspielergebnissen spiegeln auch die Kritiken die schwierige Situation des Films wider. Bei „Rotten Tomatoes“ erhält „Megalopolis“ nur 49 Prozent positive Kritiken und auch bei „Metacritic“ erreicht das Spätwerk Coppolas nur 55 von 100 möglichen Punkten. Diese gemischten bis negativen Bewertungen dürften viele potenzielle Kinobesucher abgeschreckt haben, zumal Coppola selbst hohe Erwartungen geweckt hatte, indem er „Megalopolis“ als visionäres Meisterwerk präsentierte.

Besonders problematisch für den Film ist das „CinemaScore“-Rating von „D+“ in den USA und Kanada. Dieses Umfrageergebnis spiegelt wider, wie das Publikum den Film nach dem Kinobesuch bewertet und gibt einen Hinweis darauf, wie stark die „Word-of-mouth“ den Erfolg eines Films beeinflusst. Ein so ungewöhnlich niedriges Ergebnis deutet darauf hin, dass viele Kinobesucher unzufrieden waren und „Megalopolis“ somit kaum auf positive Mundpropaganda hoffen kann - ein entscheidender Faktor für den Erfolg vieler Filme, die zunächst schwach starten.

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Ursachen für den Fehlstart

Mehrere Faktoren dürften zu diesem Fehlstart beigetragen haben. Zum einen war es nahezu unmöglich, den sperrigen Film „Megalopolis“ zu vermarkten. Science-Fiction ist zwar ein beliebtes Genre, aber die Kombination mit den philosophischen und politischen Themen, die Coppola in seinem Film behandelt, könnte ein breiteres Publikum abgeschreckt haben. Die Kritiken sprechen auch von einer überladenen und schwer verständlichen Handlung, was eine zusätzliche Barriere darstellt.

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