Mega-Flop mit Ansage: Coppola findet für „Megalopolis“ endlich US-Verleih und muss noch mehr Geld reinbuttern 21.06.2024

Francis Ford Coppolas 120-Millionen-Dollar-Epos „Megalopolis“ hat nach langer Suche einen Vertriebspartner in Nordamerika gefunden. Lionsgate übernimmt den US-Verleih, während Coppola die Marketingkosten weiterhin selbst trägt.

Francis Ford Coppolas lang erwartetes 120-Millionen-Dollar-Projekt „Megalopolis“ hat nach monatelanger Suche einen Verleih gefunden. Lionsgate kündigte jetzt an, den Film in die US-Kinos zu bringen, wie der „Hollywoodreporter“ berichtet. Dies geschieht, nachdem andere potenzielle Verleiher und Streamingdienste nach einer ersten, inzwischen berühmt-berüchtigten Vorführung für Studiobosse Ende März entsetzt abgewunken hatten. Der experimentelle „Megalopolis“ ist schwere Kost, wie Stimmen vom Filmfestival in Cannes zeigen, wo das Sci-Fi-Epos im Mai seine Weltpremiere feierte. Ein Starttermin für den nordamerikanischen Markt steht noch nicht fest.

„Megalopolis“ startet auf nur 1.500 Leinwänden

Lionsgate wird den Film auf mehr als 1.500 Leinwänden zeigen, was laut Brancheninsidern Marketingkosten von etwa 15 bis 20 Millionen Dollar erfordert. Allerdings übernimmt Francis Ford Coppola („Der Pate“) diese Ausgaben selbst. Wie groß die Marketingkampagne für „Megalopolis“ ausfallen wird, ist noch unklar. Klar ist aber, dass die Chancen, bei dieser relativ geringen Kopienzahl auch nur in die Nähe der Gewinnschwelle zu kommen, gegen Null tendieren. Top-Filme laufen in Nordamerika in 3.000 bis 4.000 Kinos. Um die Gewinnschwelle zu erreichen, müsste „Megalopolis“ weltweit mehr als 200 Millionen Dollar einspielen. Diese Strategie von Lionsgate klingt nach Schadensbegrenzung.

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Coppolas Einfluss bleibt stark

Zusätzlich wird „Megalopolis“ auch auf einigen Imax-Leinwänden gezeigt, was dem Projekt zugutekommen könnte. Coppolas Ruf als einer der größten lebenden Filmemacher wird als Zugpferd dienen, um Kinobesucher ins Kino zu locken. Coppola behält traditionell das Eigentum an seinen Filmen, was ihm die Freiheit gibt, verschiedene Schnittfassungen seiner Klassiker wie „Apocalypse Now“ zu veröffentlichen. So hat der 85-Jährige auch bei „Megalopolis“ die volle Kontrolle.

Eine Botschaft über den Film hinaus

Während seiner Pressetour betonte Coppola immer wieder, dass ihm die Botschaft des Films besonders am Herzen liege. „Megalopolis“ handelt von einem besessenen Mann, der sich einem Projekt verschrieben hat, um eine bessere Welt zu schaffen. Coppola hofft, dass diese Botschaft auch nach ihm weiterleben wird.

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Mit Lionsgate als Verleiher und Coppola, der weiterhin seine kreativen Visionen durchsetzt, bleibt abzuwarten, wie sich „Megalopolis“ in den Kinos schlagen wird. Sicher ist jedoch, dass die Zusammenarbeit dieser beiden Kräfte dem Film zumindest eine Plattform in Nordamerika verschafft.

Hierzulande hat Constantin Film den Verleih übernommen. Der deutsche Kinostart von „Megalopolis“ ist der 26. September 2024.

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