Jessica Chastain spielt zwei Rollen: In „Other Mommy“ wird die eigene Mutter zum Albtraum

Rob Savage nennt seine Hauptdarstellerin „Horror-Royalty“ — und verlässt sich in seinem neuen Film darauf: Jessica Chastain spielt Mutter und Monster zugleich. Der Regisseur beziffert die Zahl der Schreckmomente auf rund 50, sagt aber zugleich, die Wirkung komme aus Chastains Spiel. Am 29. Oktober startet der Blumhouse-Horror in Deutschland.

Die Rückkehr einer Horror-Kennerin

Wenn Rob Savage über seine Hauptdarstellerin spricht, klingt das nicht nach einer Oscar-Preisträgerin, die sich ins Genre verirrt hat. „Sie ist Horror-Royalty. Sie kommt aus dem Horror. Sie liebt Horror. Sie versteht Horror", sagte der Regisseur im Juli gegenüber dem britischen Magazin „Empire". Im Interview mit dem „AU Review" beschrieb er Jessica Chastain im selben Monat als „absoluten Horror-Fan", der die Aufgabe vollständig verstehe.

Die Einschätzung hat eine Grundlage: Chastain spielte bereits in „Mama" (2013), in Guillermo del Toros „Crimson Peak" (2015) und als erwachsene Beverly Marsh in „It Chapter Two" (2019). „Other Mommy" ist damit kein Ausflug, sondern die vierte Station in einem Genre, in das sie regelmäßig zurückkehrt — diesmal allerdings in einer Konstellation, die es in ihrer Laufbahn so noch nicht gab.

Zwei Rollen, eine Darstellerin

Denn Chastain spielt beide Seiten: die Mutter Ursula und das Wesen, das deren Gestalt annimmt. Genau darauf stützt Savage die Wirkung des Films. Gegenüber Gizmodo sagte er Ende August, das Bemerkenswerte an „Other Mommy" sei, dass Chastains Darstellung dem Film Raum bekomme und ihn trage — die Angst entstehe aus dem Spiel, nicht aus dem Effekt.

Der Mechanismus dahinter ist die Ungewissheit. Der Film sei „durchzogen von einer tiefen Paranoia, in der man sich fragt, ob das, was man sieht, real ist, ob die Person, die man sieht, Ursula oder Other Mommy ist", beschrieb Savage im September gegenüber „ComicBook.com". Auf die Frage nach der Zahl der Schreckmomente antwortete er dort trocken: „Oh, so etwa 50." Gegenüber „Empire" hatte er es so formuliert: Es seien einige der erschreckendsten Szenen, die er je gedreht habe.

Ein Start mit Ansage

In Deutschland bringt Universal Pictures den Film am 29. Oktober 2026 ins Kino — zwei Tage vor Halloween und damit rund drei Wochen nach dem US-Start am 9. Oktober. Die Platzierung ist kein Zufall: Ein Horrorfilm, dessen Bedrohung ausgerechnet im eigenen Wohnzimmer sitzt, bekommt das Wochenende, an dem das Publikum ohnehin danach sucht.

Savage hat das Genre schon zweimal bedient, zuletzt mit „The Boogeyman". Produziert hat James Wan über Blumhouse Atomic Monster, die Vorlage stammt von Josh Malerman. Alle Angaben zu Besetzung, Stab und Laufzeit stehen auf unserer Filmseite zu „Other Mommy".

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