„Irre“! Steven Spielberg feiert „One Battle After Another“ als Meisterwerk 10.09.2025

Steven Spielberg ist von Paul Thomas Andersons neuem Film „One Battle After Another“ begeistert. Der Regisseur hat sich das Werk bereits dreimal angesehen und zieht Vergleiche zu Stanley Kubrick.

Regielegende Steven Spielberg (78) lobt Paul Thomas Andersons (55) neue Romanverfilmung „One Battle After Another“ in den höchsten Tönen. Wie „The Hollywood Reporter“ berichtet, sah Spielberg den knapp dreistündigen Film bereits dreimal bei Vorführungen in Los Angeles. Der Film basiert auf der Vorlage von Thomas Pynchon und zeigt Leonardo DiCaprio (50) als gescheiterten Revolutionär, der seine verschwundene Tochter (Chase Infiniti) sucht.

In einer Diskussionsrunde nach der Vorführung beschrieb Spielberg seine Eindrücke mit klaren Worten: „Was für ein irres Werk, oh mein Gott. In der ersten Stunde steckt mehr Action als in all deinen bisherigen Filmen zusammen.“ Für Spielberg ist der Film eine Mischung aus „bizarren“ und zugleich „hochaktuellen“ Elementen.

Vergleich mit Stanley Kubrick

Besonders eindrücklich erschien Spielberg die Tonalität. Er verglich Andersons Film direkt mit Stanley Kubricks Satireklassiker „Dr. Strangelove“ aus dem Jahr 1964: „Ich habe keinen Film gesehen, der tonal so nah an ‚Dr. Strangelove‘ liegt.“ Die Kombination aus ernstem Absurditätshumor und gesellschaftlicher Relevanz habe ihn tief beeindruckt. „Wenn du nicht lachst, musst du schreien: ‚Das ist zu real‘“, erklärte Spielberg laut „The Hollywood Reporter“.

Chase Infinity in „One Battle After Another“ (© Warner Bros.)
Chase Infinity in „One Battle After Another“ (© Warner Bros.)

Der Regisseur lachte eigenen Angaben zufolge durchgehend – „mehr als nervös“ – und betonte, dass er sich für Andersons Werk ein großes Publikumsergebnis wünsche: „Möge dieser Film ein Vermögen einspielen und dich sehr glücklich machen.“

Zusammenarbeit mit Leonardo DiCaprio

Spielberg nutzte das Gespräch auch, um über die Zusammenarbeit mit Leonardo DiCaprio („Killers Of The Flower Moon“) zu sprechen, den er bereits 2002 in „Catch Me If You Can“ inszenierte. Er fragte Anderson, ob der Schauspieler nach jedem Take an den Monitor gehe, um seine Leistung zu überprüfen. Anderson bestätigte dies teilweise und erklärte: „Leo hat diese Eigenart, dir eine brillante Idee zu verkaufen, indem er sagt: ‚Das ist eine schreckliche Idee, du wirst es hassen.‘ Und dann kommt etwas Fantastisches.“

Neben DiCaprio hob Spielberg auch Sean Penn hervor: „Das ist meine Lieblingsrolle seiner Karriere.“ Für DiCaprio geht mit dem Film ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, da er 1997 Andersons „Boogie Nights“ wegen seiner Verpflichtung für „Titanic“ ablehnen musste.

Kinostart Ende September

Zu „One Battle After Another“ liegen noch keine offiziellen Kritiken vor. Warner Bros. bringt den Film von Paul Thomas Anderson am 25. September in die deutschen Kinos. Mit einer Laufzeit von 160 Minuten gilt es als eines der großen Filmereignisse des Herbstes. Die erste Reaktionen der Presse nach der Weltpremiere waren herausragend, viele sprachen vom besten Film des Jahres.

Darum geht's in „One Battle After Another“:

Eine Widerstandsgruppe namens „French 75“ befreit über 200 Häftlinge aus einem ICE-Gefängnis. 16 Jahre später lebt Ex-Revoluzzer Bob Ferguson alias „Ghetto Pat“ (Leonardo DiCaprio) versteckt in der Wüste, immer noch verfolgt von Colonel Steven J. Lockjaw (Sean Penn). Dieser hat sich einer rassistischen Miliz angeschlossen und verheimlicht eine Tochter, deren Existenz plötzlich ans Licht zu kommen droht.

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