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02.06.2026
Die „28 Days“-Reihe zählt zu den eindrucksvollsten und stilprägendsten Vertretern des modernen Horrorfilms. Nach „28 Years Later: The Bone Temple“ wirft KINO-TOTAL.net einen genauen Blick auf die Einspielergebnisse und Besucherzahlen der bisherigen beiden Filme.
Mit „28 Days Later“ legte Regisseur Danny Boyle im Jahr 2002 den Grundstein für ein düsteres Endzeit-Franchise, das vor allem durch seine radikal andere Bildsprache, moralische Zwischentöne und kompromisslose Inszenierung auffiel. Der Film, der das Zombie-Genre neu definierte, wurde rasch zum kleinen Kultklassiker. Dennoch blieb die Reihe in Sachen Einspielergebnisse und Zuschauerzahlen bislang hinter vergleichbaren Genre-Hits zurück – vor allem in Deutschland.
Ein kompromissloser Start: „28 Days Later“
Den Auftakt der Reihe bildete im Jahr 2002 der Film „28 Days Later“. Unter der Regie von Danny Boyle („Trainspotting“, „Slumdog Millionaire“) wurde der Film zum stilistischen Meilenstein des Horrorgenres. Die Geschichte um den Fahrradkurier Jim (Cillian Murphy), der nach dem Ausbruch eines aggressiven Virus in einem menschenleeren London erwacht, traf einen Nerv – nicht zuletzt aufgrund der digital-körnigen Optik, der nervenaufreibenden Atmosphäre und des realitätsnahen Szenarios.
Statistiken aller „28 Days/Weeks“-Filme:
| Filmtitel | Startdatum Deutschland | Einspielergebnis Nordamerika | Einspielergebnis weltweit | Besucher in Deutschland | Budget |
|---|---|---|---|---|---|
| 28 Days Later (2002) | 05.06.2003 | 45,1 Millionen Dollar | 74,9 Millionen Dollar | 559.632 | 8 Millionen Dollar |
| 28 Weeks Later (2007) | 30.08.2007 | 28,6 Millionen Dollar | 65,1 Millionen Dollar | 245.829 | 15 Millionen Dollar |
| 28 Years Later (2025) | 19.06.2025 | 70,5 Millionen Dollar | 151,3 Millionen Dollar | 421.468 | 75 Millionen Dollar |
| 28 Years Later: The Bone Temple (2026) | 15.01.2026 | 25,2 Millionen Dollar | 58,5 Millionen Dollar | 144.565 | 63 Millionen Dollar |
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An den Kinokassen schlug sich „28 Days Later“ achtbar: In Nordamerika spielte der Film 45,1 Millionen Dollar ein, weltweit summierten sich die Einnahmen auf 74,9 Millionen Dollar – bei einem bescheidenen Budget von gerade einmal 8 Millionen Dollar. In Deutschland war der Film eher ein Geheimtipp. Rund 559.000 Zuschauer wollten den apokalyptischen Thriller im Kino sehen. Trotz der vergleichsweise geringen Zuschauerzahl etablierte sich „28 Days Later” rasch als Kultfilm, der das Zombie-Genre nachhaltig beeinflussen sollte.
„28 Weeks Later“ – die Fortsetzung mit neuer Handschrift
Fünf Jahre später, im Jahr 2007, kam die Fortsetzung „28 Weeks Later“ in die Kinos – diesmal unter der Regie von Juan Carlos Fresnadillo. Der Ton blieb düster und der Stil kompromisslos, doch der zweite Teil ging mit einem anderen Regieansatz, einem größeren Budget von 15 Millionen Dollar und neuen Figuren ins Rennen. Danny Boyle fungierte nur noch als Produzent.

Die Zahlen spiegeln eine gewisse Abnutzung des Konzepts wider: In Nordamerika erzielte „28 Weeks Later” nur noch 28,6 Millionen Dollar und weltweit summierten sich die Einnahmen auf 65,1 Millionen Dollar. Trotz des höheren Budgets blieb der Film damit hinter dem kommerziellen Erfolg seines Vorgängers zurück. In Deutschland interessierte sich das Kinopublikum kaum noch für die Fortsetzung: Gerade einmal knapp 246.000 Besucher wurden gezählt. Die düstere Realität: Auch wenn die Kritiken gut ausfielen, blieb der Film hinter den Erwartungen zurück.
„28 Years Later“ – Hoffnung, Risiko und Realität
Nach 18 Jahren kreativer Pause kehrt die Reihe 2025 mit „28 Years Later“ auf die Leinwand zurück. Danny Boyle sitzt wieder auf dem Regiestuhl und Alex Garland („Warfare“, „Civil War“), der Drehbuchautor des ersten Teils, kehrt ebenfalls zurück. Fans und Kritiker erwarten einen ambitionierten Neuanfang. Doch trotz der prominenten Rückkehr und des gestiegenen Interesses an Endzeitstoffen nach der Pandemie birgt die Fortsetzung erhebliche Risiken.
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Mit einem Budget von 75 Millionen Dollar ist „28 Years Later“ die mit Abstand teuerste Produktion der Reihe – das Budget war fast zehnmal so hoch wie bei dem Original. Und genau hier liegt das Problem: Weder „28 Days Later“ noch „28 Weeks Later“ waren finanziell erfolgreiche Filme. Beide Filme gelten eher als cineastische Kultwerke denn als große Publikumserfolge. Der Erfolg des dritten Teils war also alles andere als ein Selbstläufer. Am Ende stehen 151,3 Millionen Dollar weltweit zu Buche - allein 70,5 Millionen Dollar davon in Nordamerika. In Deutschland sahen 421.000 Zuschauer den Film.
Mit „28 Years Later: The Bone Temple“ (2026) setzte Sony die Horror-Reihe nur wenige Monate nach dem Vorgänger fort. Trotz eines erneut hohen Budgets von 63 Millionen Dollar blieb der Film allerdings deutlich hinter den Erwartungen zurück. In Nordamerika spielte die Fortsetzung 25,2 Millionen Dollar ein, während weltweit lediglich 58,5 Millionen Dollar erreicht wurden. Auch in Deutschland fiel das Interesse spürbar geringer aus: Nur 144.565 Zuschauer lösten ein Kinoticket für den Horrorfilm.