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04.02.2026
Die 75. Internationalen Filmfestspiele Berlin fanden vom 13. bis 23. Februar 2025 unter der neuen Leitung von Festivaldirektorin Tricia Tuttle statt. Rund 200 Filme aus aller Welt wurden in verschiedenen Kinos in Berlin, darunter dem Berlinale Palast am Potsdamer Platz, gezeigt. Die Berlinale, eines der wichtigsten Filmfestivals der Welt, ist ein Treffpunkt für Stars, Filmliebhaber und Branchenkenner. Sie bietet eine Plattform für Filmemacher aus aller Welt, um ihre Werke zu präsentieren, und fördert die Filmkunst sowie die kulturelle Vielfalt.
Goldener Ehrenbär für Tilda Swinton
Ein Höhepunkt des Festivals war – gleich zu Beginn – die Verleihung des Goldenen Ehrenbären an die schottische Schauspielerin Tilda Swinton („The Killer“) für ihr Lebenswerk. „Die Bandbreite von Tilda Swintons Werk ist atemberaubend. Sie bringt so viel Menschlichkeit, Mitgefühl, Intelligenz, Humor und Stil ins Kino und erweitert durch ihre Arbeit unsere Vorstellungen von der Welt. Tilda ist eines unserer modernen Filmidole und seit langem auch Teil der Berlinale-Familie. Wir freuen uns ganz besonders, Tilda Swinton den Goldenen Ehrenbären überreichen zu dürfen“, sagte Berlinale-Intendantin Tricia Tuttle in einer Pressemitteilung.
Die oscarprämierte Schauspielerin Swinton ist seit vielen Jahren eng mit der Berlinale verbunden. 2009 war sie Präsidentin der Internationalen Jury und wirkte in 26 Filmen des Festivalprogramms mit, darunter „Caravaggio“, der 1986 den Silbernen Bären gewann, „The Beach“ (2000), „Derek“ (2008), „Julia“ (2008), „The Garden“ (1991) und „Last and First Men“ (2020).
Stars, Besucherzahlen und neues Zentrum
Das Interesse am Programm der 75. Berlinale war sehr beeindruckend: Rund 19.000 Fachbesucher (inklusive Presse) kamen zum Festival. Zudem wurden rund 336.000 Tickets an das Publikum verkauft und somit etwas mehr als im vergangenen Jahr.

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„Wir sind mit der Bilanz der 75. Jubiläumsausgabe sehr zufrieden. Wir haben eine positive Resonanz auf die Entscheidungen unserer Jurys und großartiges Feedback zu den Verbesserungen unserer Infrastruktur und auch zum Film- und Branchenangebot erhalten. Erfreulich ist auch der Anstieg der Zuschauerzahlen und dass die Stimmung hervorragend war. Mit diesem Elan gehen wir nun in die Planung für 2026“, sagte die Berlinale-Intendantin abschließend.
Zum 75. Jubiläum haben die Internationalen Filmfestspiele Berlin ihr Zentrum am Potsdamer Platz neu belebt. Das Stage Bluemax Theater als neue Spielstätte und das Festivalcenter HUB75 mit Blick auf den Roten Teppich des Berlinale Palasts sorgten für pulsierendes Leben im Herzen des Festivals.
Zahlreiche Filmschaffende und Stars aus aller Welt haben ihre Werke bei der Berlinale vorgestellt, darunter Timothée Chalamet, Robert Pattinson, Tilda Swinton, Edward Berger, Tom Tykwer, Nicolette Krebitz, Lars Eidinger, Emma Mackey, Vicky Krieps, Richard Linklater, Ethan Hawke, Nina Hoss und viele mehr.
Zuhören, neue Narrative und Austausch
Die acht Sektionen des Festivals boten den Zuschauern ein vielfältiges Filmprogramm und rund 340 Publikumsgespräche mit den Filmteams in mehr als 1.000 öffentlichen Vorführungen. Die neue Sektion „Perspectives“, in der 14 spannende Spielfilmdebüts ihre Premieren feierten, stellte den internationalen Filmnachwuchs ins Rampenlicht. Einige dieser Filme wurden während der Berlinale sogar international verkauft.
Der diesjährige thematische Fokus auf Zuhören, neue Narrative entdecken und mutigen Austausch mit und über Film war nicht nur ein roter Faden im Berlinale Talents-Programm, sondern auch ein äußerst aktuelles Anliegen. Die 200 eingeladenen aufstrebenden Filmschaffenden genossen eine inspirierende Vielfalt an Diskussionsrunden, Workshops, Labs und Think Tanks – sowie die vielbesuchten öffentlichen Gespräche mit Todd Haynes, Cheryl Dunye, Michel Franco, Zacharias Kunuk, Rana Eid, Inbal Weinberg, Bina Daigeler und vielen weiteren Gästen. Eine exklusive Session mit Tilda Swinton, der Preisträgerin des Goldenen Ehrenbären, war für die Talents ein einmaliges Erlebnis. Auch die globale Berlinale Talents Alumni-Community war stark vertreten: 125 ehemalige Talente wirkten an 77 Filmen des diesjährigen Festivals mit.
Liste der Preisträger
Im Rahmen des Festivals wurden in verschiedenen Kategorien auch Preise vergeben. Der Goldene Bär für den besten Film ging nach Norwegen an „Drømmer (Dreams (Sex Love))“ von Dag Johan Haugerud, produziert von Yngve Sæther und Hege Hauff Hvattum. Weitere Preisträger sind:
● SILBERNER BÄR GROSSER PREIS DER JURY: „O último azul (The Blue Trail)“ von Gabriel Mascaro
● SILBERNER BÄR PREIS DER JURY: „El mensaje (The Message/Die Nachricht)“ von Iván Fund
● SILBERNER BÄR FÜR DIE BESTE REGIE: Huo Meng für „Sheng xi zhi di (Living the Land)“
● SILBERNER BÄR FÜR DIE BESTE SCHAUSPIELERISCHE LEISTUNG IN EINER HAUPTROLLE: Rose Byrne in „If I Had Legs I‘d Kick You“ von Mary Bronstein
● SILBERNER BÄR FÜR DIE BESTE SCHAUSPIELERISCHE LEISTUNG IN EINER NEBENROLLE: Andrew Scott in „Blue Moon“ von Richard Linklater
● SILBERNER BÄR FÜR DAS BESTE DREHBUCH: Radu Jude für „Kontinental ’25“ von Radu Jude
● SILBERNER BÄR FÜR EINE HERAUSRAGENDE KÜNSTLERISCHE LEISTUNG: Das kreative Ensemble von „La Tour de Glace (The Ice Tower)“ von Lucile Hadžihalilović
Der 27. Panorama Publikumspreis für den besten Spielfilm ging in diesem Jahr an „Sorda“ von Eva Libertad. Bei den Panorama Dokumenten gewann „Die Möllner Briefe“ von Martina Priessner.
Mehr Infos zu den Preisträgern, Filmen sowie Impressionen der Berlinale findet ihr auf der offiziellen Homepage.