
„Avatar 4“ und „Avatar 5“ beleuchten Ursprung des Avatar-Programms
04.02.2026
2023 war zweifellos bisher ein Jahr voller Höhen und Tiefen für die Filmindustrie. Während einige Filme Rekorde an den Kinokassen brachen, erlitten andere herbe finanzielle Misserfolge. KINO-TOTAL.net hat die Einspielergebnisse analysiert und die größten Flops des Jahres ermittelt.
Insgesamt zeigt die Liste der größten Flops des Jahres 2023, dass eine hochkarätige Besetzung und eine bekannte Marke allein nicht mehr ausreichen, um die hohen Produktionskosten wieder einzuspielen. Diese Filme werden als finanzielle Enttäuschungen in die Geschichte eingehen und die Studios werden ihre Strategien sicherlich überdenken müssen, um solche Verluste in Zukunft zu vermeiden. Vor allem die exorbitanten Budgets einiger Prestigeprojekte brachen den Filmen an der Kinokasse das Genick – denn die Einspielergebnisse an sich waren oft in Ordnung, aber wenn „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“ 295 Millionen Dollar kostet, ist das an der Kinokasse nur schwer aufzuholen, wenn dann auch noch die Qualität des Films hinter den Erwartungen zurückbleibt. Auch beim Negativ-Spitzenreiter „The Marvels“ schlägt das gigantische Budget von 275 Millionen Dollar durch – das sind immerhin 115 Millionen mehr als beim ersten Teil „Captain Marvel“, der jedoch 2019 Einnahmen in Höhe von 1,13 Milliarden Dollar generierte. Somit stellt der Maus-Konzern stellt die ersten beiden Plätze bei den größten Verlustbringern des Jahres – kein gutes Jahr für Disney.
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Selbst der erfolgreiche „Fast & Furious 10“ macht nur kleinen Gewinn
Selbst ein vermeintlicher Megahit wie „Fast & Furious 10“ konnte in der Kinoauswertung mit starken 704,7 Millionen Dollar nur einen kleinen Gewinn einfahren, weil der Action-Thriller allein in der Produktion 340 Millionen Dollar (!) gekostet hat. Eine Faustregel besagt, dass ein Film im Kino etwa das Doppelte seiner Produktionskosten einspielen muss, um profitabel zu sein. Das Marketing muss bezahlt werden, dazu geht ein Teil der Ticketeinnahmen noch an die Kinos.
Ein krasser Fall ist der Agenten-Thriller „Mission Impossible: Dead Reckoning Teil 1“, der astronomische 291 Millionen Dollar an Produktionskosten verursachte. Die weltweit eingespielten 567,5 Millionen sind respektabel, aber unter dem Strich bleibt ein kleines Kinoverlust von 14,5 Millionen, obwohl Regisseur Christopher McQuarrie und sein Superstar Tom Cruise den besten Actionfilm des Jahres auf die Beine gestellt haben.
Die 10 größten Kassenflops des Jahres 2023
| 1. The Marvels |
| Kinoverleiher: Disney |
| Weltweites Einspielergebnis: 206,0 Millionen Dollar |
| Budget: 275 Millionen Dollar |
| Break Even: 550 Millionen Dollar |
| Verlust: 344,0 Millionen Dollar |
Die Kinoauswertung von „The Marvels“ war von Anfang an verkorkst. Nach schwachem Start in Nordamerika mit nur 46,1 Millionen Dollar folgte der Absturz, sodass am Ende nicht einmal die zahl der ersten drei Tage in der Gesamtlaufzeit verdoppelt werden konnte. Weltweiten Einnahmen von 206,0 Millionen Dollar stehen bei einem massiven Budget von 275 Millionen Einnahmen Verluste von 344,0 Millionen Dollar gegenüber.
| 2. Indiana Jones und das Rad des Schicksals |
| Kinoverleiher: Disney |
| Weltweites Einspielergebnis: 384,0 Millionen Dollar |
| Budget: 295 Millionen Dollar |
| Break Even: 590 Millionen Dollar |
| Verlust: 206,0 Millionen Dollar |
Die Rückkehr von Harrison Ford als „Indiana Jones“ sollte ein Triumph werden, aber das Ergebnis war alles andere als das. Trotz eines weltweiten Einspielergebnisses von 384,0 Mio. Dollar blieb der Film weit unter seinem Budget von 295 Millionen Dollar und machte einen Verlust von 206,0 Millionen Dollar.
| 3. The Expendables 4 |
| Kinoverleiher: Leonine Studios |
| Weltweites Einspielergebnis: 37,9 Millionen Dollar |
| Budget: 100 Millionen Dollar |
| Break Even: 200 Millionen Dollar |
| Verlust: 160,3 Millionen Dollar |
Das Rentner-Actionsequel „The Expendables 4” mit Sylvester Stallone und Jason Statham landete einen krachenden Box-Office-Flop, spielte weltweit nur läppische 37,9 Millionen Dollar ein – bei einem Budget von 100 Millionen Dollar, was einen Verlust von satten 160,3 Millionen Dollar verursachte.
| 4. Shazam! Fury of the Gods |
| Kinoverleiher: Warner Bros. |
| Weltweites Einspielergebnis: 133,8 Millionen Dollar |
| Budget: 125 Millionen Dollar |
| Break Even: 250 Millionen Dollar |
| Verlust: 116,2 Millionen Dollar |
Der zweite Teil von „Shazam!“ konnte die Erwartungen nicht erfüllen und verzeichnete weltweit nur 133,8 Millionen Dollar, was einen Verlust von 116,2 Millionen Dollar gegenüber dem Budget von 125 Millionen Dollar bedeutete.
| 5. Hypnotic |
| Kinoverleiher: Relativity Media |
| Weltweites Einspielergebnis: 16,0 Millionen Dollar |
| Budget: 65 Millionen Dollar |
| Break Even: 130 Millionen Dollar |
| Verlust: 114,0 Millionen Dollar |
Robert Rodriguez’ „Hypnotic“ mit Ben Affleck war ein finanzielles Desaster, da der Mystery-Action-Thriller lediglich 16,0 Millionen Dollar weltweit einspielte und einen Verlust von 114,0 Millionen Dollar gegenüber seinem Budget von 65 Millionen Dollar verursachte.
| 6. Renfield |
| Kinoverleiher: Universal Pictures |
| Weltweites Einspielergebnis: 26,5 Millionen Dollar |
| Budget: 65 Millionen Dollar |
| Break Even: 130 Millionen Dollar |
| Verlust: 103,5 Millionen Dollar |
Der Dracula-Horrorfilm „Renfield“ mit Nicolas Cage konnte trotz seiner vielversprechenden Prämisse nicht die Kinogänger anlocken und landete mit einem weltweiten Einspielergebnis von nur 26,5 Millionen Dollar weit unter seinem Budget von 65 Millionen Dollar.
| 7. Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben |
| Kinoverleiher: Paramount Pictures |
| Weltweites Einspielergebnis: 208,2 Millionen Dollar |
| Budget: 150 Millionen Dollar |
| Break Even: 300 Millionen Dollar |
| Verlust: 91,8 Millionen Dollar |
Obwohl „Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben“ weltweit ordentliche 208,2 Millionen Dollar einspielte, reichte dies nicht aus, um die Kosten von 150 Millionen Dollar zu decken, was zu einem Verlust von 91,8 Millionen Dollar führte. Das ist schade, der Fantasy-Actioner hat richtig Spaß gemacht. Ein zweiter Teil rückt so leider in weite Ferne.
| 8. Der Pakt |
| Kinoverleiher: MGM |
| Weltweites Einspielergebnis: 21,6 Millionen Dollar |
| Budget: 55 Millionen Dollar |
| Break Even: 110 Millionen Dollar |
| Verlust: 88,4 Millionen Dollar |
Es war zumindest kommerziell nicht das Jahr des Guy Ritchie: Während sein unglaublich unterhaltsamer Action-Thriller „Operation Fortune“ Schwierigkeiten hatte, sein Budget von 50 Millionen Dollar zu decken, und einen Verlust von 50,9 Millionen Dollar einfuhr, erwischte es seinen Kriegsfilm „Der Pakt“ noch ärger. Den mauen Einnahmen von 21,6 Millionen Dollar steht am Ende ein Verlust von 88,4 Millionen Dollar gegenüber.
| 9. Blue Beetle |
| Kinoverleiher: Warner Bros. |
| Weltweites Einspielergebnis: 130,8 Millionen Dollar |
| Budget: 104 Millionen Dollar |
| Break Even: 208 Millionen Dollar |
| Verlust: 77,2 Millionen Dollar |
Auch der Comic-Actioner „Blue Beetle“ konnte trotz eines weltweiten Einspielergebnisses von 129,3 Millionen Dollar nicht in die Gewinnzone gelangen und verzeichnete einen Verlust von 78,7 Millionen Dollar.
| 10. Kandahar |
| Kinoverleiher: Leonine Studios |
| Weltweites Einspielergebnis: 9,4 Millionen Dollar |
| Budget: 37 Millionen Dollar |
| Break Even: 74 Millionen Dollar |
| Verlust: 64,4 Millionen Dollar |
Der Action-Thriller „Kandahar“ mit Haudegen Gerard Butler verfehlte in der Kinoauswertung sein Publikum komplett. Trotz eines Budgets von 37 Millionen Dollar spielte der Film weltweit nur 9,4 Millionen ein, das ergibt einen Verlust von 64,4 Millionen Dollar.