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04.02.2026
2025 wird erneut ein turbulentes Jahr für die Filmindustrie. Neben Rekordhits wie „Lilo & Stitch” oder „Ein Minecraft-Film” gab es auch zahlreiche kostspielige Fehlschläge. KINO-TOTAL.net hat die internationalen Einspielergebnisse analysiert und die zehn größten finanziellen Flops des Jahres zusammengestellt.
Mit großem Abstand auf Platz eins der größten Kinoflops 2025 liegt das mit enormen Erwartungen gestartete Disney-Remake „Schneewittchen“ mit Gal Gadot. Bei einem Produktionsbudget von 240 bis 270 Millionen Dollar (je nach Quelle) und zusätzlichen Marketingausgaben hätte der Film weltweit rund 500 Millionen Dollar einspielen müssen, um die Gewinnzone zu erreichen. Tatsächlich kam die Realverfilmung aber nur auf 205,7 Millionen Dollar. Das Ergebnis ist ein geschätzter Verlust von etwa 294 Millionen Dollar.
Auch „Tron: Ares“, Disneys Sci-Fi-Fortsetzung mit Jared Leto, enttäuscht derzeit an den Kinokassen. Das 180-Millionen-Dollar-Projekt erreichte lediglich 142,3 Millionen Dollar weltweit – zu wenig, um die Gewinnschwelle von 360 Millionen Dollar zu erreichen. Derzeit steht ein Verlust von knapp 218 Millionen Dollar zu Buche. Da der Film noch in den Kinos läuft, wird sich diese Minus jedoch noch etwas verringern.
| Platz | Filmtitel | Einnahmen weltweit in Mio. $ | Budget in Mio. $ | Break-even in Mio. $ | Verlust in Mio. $ |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Schneewittchen | 205,7 | 250 | 500 | -294,3 |
| 2 | Tron: Ares | 142,3 | 180 | 360 | -217,7 |
| 3 | Mission: Impossible – The Final Reckoning | 598,8 | 400 | 800 | -201,2 |
| 4 | Elio | 154,3 | 150 | 300 | -145,7 |
| 5 | Mickey 17 | 133,4 | 117 | 234 | -100,6 |
| 6 | The Smashing Machine | 20,7 | 50 | 100 | -79,3 |
| 7 | The Alto Knights | 10,2 | 45 | 90 | -79,8 |
| 8 | One Battle After Another | 206,1 | 130 | 260 | -53,9 |
| 9 | The Accountant 2 | 103,2 | 80 | 160 | -56,8 |
| 10 | Black Bag | 43,9 | 50 | 100 | -56,1 |
Selbst bewährte Reihen blieben 2025 hinter den Erwartungen zurück. „Mission: Impossible – The Final Reckoning“ spielte zwar durchaus beeindruckende 598,8 Millionen Dollar ein, doch das wegen der Pandemie und zwei Autorenstreiks völlig aus dem Ruder gelaufene Budget von 400 Millionen Dollar und hohe Werbekosten drückten das Ergebnis tief in die roten Zahlen. Mit einem geschätzten Verlust von 201 Millionen Dollar zählt auch Tom Cruise’ letztes Spionageabenteuer zu den teuersten Flops des Jahres.
Auch Pixars Science-Fiction-Abenteuer „Elio“ schnitt mit 154,3 Millionen Dollar weltweiten Einnahmen bei Produktionskosten von 150 Millionen Dollar und einem Break-even von 300 Millionen Dollar schwach ab. Das bedeutet ein Minus von rund 146 Millionen Dollar.
Auch renommierte Regisseure und ambitionierte Stoffe konnten 2025 das Publikum nicht überzeugen. Bong Joon-hos „Mickey 17“ mit Robert Pattinson erreichte bei einem Budget von 117 Millionen Dollar „nur“ 133,4 Millionen Dollar an den Kinokassen und schrieb somit rund 101 Millionen Dollar Verlust. Auch hier gilt: Ein Sci-Fi-Satire mit Arthouse-Touch ist mit 117 Millionen Dollar einfach viel zu teuer, während das Box Office für diese Art von Film völlig okay war.
Einen ähnlichen Reinfall erlebte „The Smashing Machine“ von A24, das trotz Dwayne Johnsons Starpower lediglich 20,2 Millionen Dollar einspielte – ein Verlust von 80 Millionen Dollar für das 50 Millionen Dollar teure Prestigeprojekt, das als Mainstream vermarktet wurde, aber tatsächlich ein kleiner, aber viel zu teurer Arthouse-Film ist.
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Dasselbe Schicksal ereilte das Gangster-Drama „The Alto Knights“ mit Robert De Niro, das nur 10,2 Millionen Dollar umsetzte und bei einem Budget von 45 Millionen Dollar rund 80 Millionen Dollar Verlust machte.
Anmerkung: In der Filmbranche gibt es eine Faustregel: Ein Film muss weltweit etwa das Doppelte seines Produktionsbudgets einspielen, um als finanziell erfolgreich zu gelten. Aber warum ist das so? Der Grund liegt in den zusätzlichen Kosten, die neben dem eigentlichen Budget anfallen, und in der Verteilung der Einnahmen. Ein Film hat nicht nur Produktionskosten, sondern auch erhebliche Ausgaben für Marketing und Vertrieb. Diese so genannten P&A-Kosten (Print & Advertising) können je nach Größe des Films 50 bis 100 Prozent des Produktionsbudgets ausmachen.
Ein Film mit einem Budget von 100 Millionen Dollar kann also leicht weitere 50 bis 100 Millionen Dollar an Marketingkosten verursachen, um weltweit beworben und in die Kinos gebracht zu werden. Hinzu kommt, dass die Filmstudios nicht die gesamten Einnahmen aus den Kinoeinnahmen erhalten. Ein erheblicher Teil geht an die Kinobetreiber - je nach Markt können die Studios zwischen 40 und 60 Prozent der weltweiten Einnahmen behalten. In den ersten Wochen eines großen Kinostarts ist der Anteil für die Studios in der Regel höher, nimmt aber mit der Zeit ab.
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