Die 10 besten Filme des Jahres 2026 – von Kino-Total.net

Das Filmjahr 2026 hat gerade erst begonnen, auf dieser Seite präsentieren wir euch die Filme, die uns in diesem Jahr bisher am besten gefallen haben – egal, ob im Kino oder auf einer Streamingplattform.

1. „28 Years Later: The Bone Temple“ (Nia DaCosta) Kinostart: 15. Januar 2026

Der postapokalyptische Endzeit-Thriller „28 Years Later: The Bone Temple“ ist kein gefälliger Franchise-Beitrag, sondern eine bewusste Zumutung. Autor Alex Garland und Regisseurin Nia DaCosta setzen auf Reibung statt Komfort, auf Grausamkeit neben Humanismus. Wer Erlösung sucht, wird verstört zurückbleiben – wer sich darauf einlässt, erlebt einen der radikalsten und eigenwilligsten Studio-Horrorfilme der vergangenen Jahre. Nicht immer harmonisch, aber konsequent mutig und von beklemmender Atmosphäre getragen. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik

2. „Marty Supreme“ (Josh Saftie) Kinostart: 26. Februar 2026

„Marty Supreme“ ist ein grandios-fiebriges Charakterporträt über Größenwahn und den Preis des Erfolgs. Josh Safdie erzählt die Geschichte eines selbstzerstörerischen Aufsteigers mit der ihm eigenen stilistischen Wucht und findet in Timothée Chalamet einen Hauptdarsteller, der diese Mischung aus Charme und Abgründigkeit eindrucksvoll verkörpert. Das Ergebnis ist ein ebenso anstrengender wie faszinierender Film über einen Mann, der den amerikanischen Traum jagt – und dabei vor allem sich selbst zerstört. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik

3. „Staatsschutz“ (Faraz Shariat) Kinostart: Q3/Q4 2026

„Staatsschutz“ ist mehr als nur ein Justizdrama; es ist ein Manifest gegen das Wegsehen. Faraz Shariat beweist nach seinem Debüt erneut, dass er einer der wichtigsten Stimmen des zeitgenössischen deutschen Kinos ist. Er räumt auf mit der Mär vom Einzeltäter und zeigt uns stattdessen die hässliche Fratze eines Systems, das seine eigenen Kinder frisst, wenn sie zu tief graben. Ein Thriller, der den Puls rasten lässt und das Gewissen wachrüttelt. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik

4. „Hamnet“ (Chloé Zhao) Kinostart: 22. Januar 2026

Chloé Zhao hat es wieder getan. Nachdem sie uns mit „Nomadland” die Weite der amerikanischen Landschaft und der menschlichen Seele nähergebracht hat, taucht sie nun tief in das elisabethanische England ein. Mit „Hamnet” verfilmt sie Maggie O’Farrells Bestseller als eine erschütternde, bildgewaltige Meditation, in deren Zentrum die großen existentiellen Konstanten stehen: die bedingungslose Liebe, die Unausweichlichkeit des Todes und die qualvolle Suche nach einer Form der Trauerbewältigung. Es ist kein trockenes Biopic über den größten Dramatiker aller Zeiten, sondern wie ein poetisches Lied über die Heilkraft der Kunst inmitten tiefster Verzweiflung. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik

5. „The Death Of Robin Hood“ (Michael Sarnoski) Kinostart: 18. Juni 2026

„The Death Of Robin Hood“ ist kein Popcorn-Kino und erteilt den glattgebügelten Hollywood-Versionen der Vergangenheit eine klare Absage. Regisseur Michael Sarnoski gelingt ein meisterhafter, bildgewaltiger Arthouse-Film abseits jeglicher Robin-Hood-Klischees. Eine radikale Entmystifizierung, die durch fantastische Schauspielleistungen und eine tiefschürfende Charakterstudie lange nachwirkt. Kinematografische Poesie in ihrer rauesten Form. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik

6. „Ach, diese Lücke, dieser entsetzliche Lücke“ (Simon Verhoeven) Kinostart: 29. Januar 2026

Simon Verhoevens „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ ist eine feinfühlige, urkomische und zugleich melancholische Tragikomödie über Selbstfindung, familiäre Prägungen und die fragile Kunst des Erwachsenwerdens. Vor allem die schauspielerischen Leistungen – allen voran Bruno Alexander – verleihen dem Film beeindruckende emotionale Tiefe. Verhoeven gelingt in seinem bisher besten Werk eine sensible Balance zwischen Humor und Melancholie. Ein berührendes Kinoerlebnis mit nachhaltiger Wirkung. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik

7. „Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit“ (Steven Spielberg) Kinostart: 10. Juni 2026

„Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit“ ist kein makelloses Meisterwerk und sicher nicht der beste Film von Steven Spielberg. Dafür wirkt die Handlung stellenweise zu überladen und die Figuren bleiben gelegentlich auf Distanz. Gleichzeitig gelingt dem Regisseur ein faszinierender Sci-Fi-Paranoia-Thriller, der aktuelle gesellschaftliche Ängste mit den großen Fragen seiner Filmografie verbindet. Vor allem der überwältigende dritte Akt entwickelt eine emotionale Kraft, die dem Film rückblickend zusätzliche Wucht verleiht. So bleibt am Ende ein starker, manchmal widersprüchlicher Spielberg-Film, der sein enormes Potenzial nicht vollständig ausschöpft, aber dennoch zu den bemerkenswertesten Blockbustern des Jahres zählt. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik

8. „The Piano Tuner“ (Daniel Roher) Kinostart: 2. Juli 2026

„The Piano Tuner“ ist weit mehr als ein klassischer Heist-Thriller. Regisseur Daniel Roher verbindet Neo-Noir und Charakterdrama zu einem eleganten Genrefilm, der weniger von spektakulären Coups als von seinen Figuren lebt. Dank eines großartigen Leo Woodall und einer dichten Atmosphäre gehört „The Piano Tuner“ zu den spannendsten Thriller-Überraschungen des Jahres. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik

9. „Backrooms“ (Kane Parsons) Kinostart: 18. Juni 2026

Mit „Backrooms“ gelingt Kane Parsons ein bemerkenswert ambitionierter Horrorfilm, der die Grenzen des Genres immer wieder überschreitet. Ausgehend von einem simplen Internet-Mythos entwickelt der Regisseur eine verstörende Reise durch Trauma, Identität und die Zerbrechlichkeit moderner Lebenswelten. Nicht jede experimentelle Idee fügt sich nahtlos in die Handlung ein, doch die beklemmende Atmosphäre und die außergewöhnliche Bildsprache tragen den Film mühelos über kleinere Schwächen hinweg. So bleibt am Ende ein intelligenter Horror-Thriller, der die Grundidee von „Cube“ konsequent weiterdenkt und sein Publikum mit dem Einsetzen des Abspanns verstört zurücklässt. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik

10. „Obsession“ (Curry Barker) Kinostart: 25. Juni 2026

Mit „Obsession: Du sollst mich lieben“ dreht Curry Barker die Regeln der romantischen Komödie konsequent auf Links und entwickelt daraus einen ebenso verstörenden wie ungewöhnlichen Horrorfilm. In seinem Kinodebüt verbindet der Jungregisseur psychologischen Schrecken mit einer klugen Gesellschaftsbeobachtung und liefert damit trotz kleiner Schwächen einen der spannendsten Genrebeiträge der vergangenen Jahre. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik

Besondere Erwähnungen:

Vier minus drei“ (Adrian Goiginger) Kinostart: 16. April 2026

„Vier minus drei“ ist ein sensibel unpathetisches Drama über radikalen Verlust und die mühsame Rückkehr ins Leben. Regisseur Adrian Goiginger findet eine Form, die nichts beschönigt und nichts ausstellt, sondern den Menschen hinter der Geschichte ernst nimmt. Getragen von einer überragenden Valerie Pachner entfaltet die Literaturverfilmung eine leise, nachhaltige emotionale Wucht – schmerzhaft, tröstlich und von einer Hoffnung durchzogen, die gerade aus der Verzweiflung ihre Kraft gewinnt. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik

Crime 101“ (Bart Layton) Kinostart: 12. Februar 2026

Am Ende ist Bart Layton mit „Crime 101“ eine charaktergetriebene und -geschriebene Glanzleistung gelungen, die absolut empfehlenswert ist. Es handelt sich hierbei nicht um einen klassischen Heist-Movie von der Stange, sondern um eine tiefgreifende Studie über Gier, Vertrauen und das Schicksal derer, die am Rande der Gesellschaft ihre eigenen Regeln schreiben. Wer Kino sucht, das seine Figuren ernst nimmt, kommt an diesem Werk nicht vorbei. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik

Das Drama“ (Kristoffer Borgli) Kinostart: 2. April 2026

„Das Drama – Noch mal auf Anfang“ ist ein kluges, bitterböses und bewusst herausforderndes Beziehungsdrama, das seine Zuschauer nicht schont und gerade daraus seine nachhaltige Wucht bezieht. Kristoffer Borgli gelingt eine präzise, vielschichtige Analyse moderner Partnerschaften, getragen von starken Darstellern und einer konsequenten Inszenierung. Ein anstrengendes, aber äußerst lohnendes Kinoerlebnis, das sich tief festsetzt – und noch lange im Kopf weiterarbeitet. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik

The Testament of Ann Lee“ (Mona Fastvold) Kinostart: 12. März 2026

„The Testament Of Ann Lee“ ist kein Film für Zwischendurch. Mit 137 Minuten Länge und einer fast schon physischen Intensität ist es ein Werk, das auf der großen Leinwand erlebt werden muss. Ein exzentrisches, blutiges und wunderschönes Werk. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik

Sunny Dancer“ (George Jaques) Kinostart: 13. August 2026

„Sunny Dancer“ ist ein leiser Triumph des Independent-Kinos. George Jaques‘ Tragikomödie beweist, dass man über Krebs erzählen kann, ohne in Mitleid zu ertrinken. Ein ehrliches, humorvolles und zutiefst menschliches Porträt, das von Bella Ramseys magnetischer Ausstrahlung lebt. Ein Film, der wehtut, wo es nötig ist, aber vor allem dort strahlt, wo man es am wenigsten erwartet. Er zeigt eindrucksvoll: Heilung bedeutet nicht, die Krankheit zu vergessen, sondern die Erlaubnis zurückzugewinnen, wieder wirklich leben zu dürfen. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik

Auch interessant:

Die 10 besten Filme des Jahres 2025 – von Kino-Total.net

Die 10 besten Filme des Jahres 2024 – von Kino-Total.net

Die 10 besten Filme des Jahres 2023 – von Kino-Total.net

Die 10 besten Filme des Jahres 2022 – von Kino-Total.net

Weitere interessante Nachrichten