
Wenn selbst 600 Millionen nicht reichen – Hollywoods wachsendes Budgetproblem
06.03.2026
Das Filmjahr 2026 hat gerade erst begonnen, auf dieser Seite präsentieren wir euch die Filme, die uns in diesem Jahr bisher am besten gefallen haben – egal, ob im Kino oder auf einer Streamingplattform.
1. „28 Years Later: The Bone Temple“ (Nia DaCosta) Kinostart: 15. Januar 2026
Der postapokalyptische Endzeit-Thriller „28 Years Later: The Bone Temple“ ist kein gefälliger Franchise-Beitrag, sondern eine bewusste Zumutung. Autor Alex Garland und Regisseurin Nia DaCosta setzen auf Reibung statt Komfort, auf Grausamkeit neben Humanismus. Wer Erlösung sucht, wird verstört zurückbleiben – wer sich darauf einlässt, erlebt einen der radikalsten und eigenwilligsten Studio-Horrorfilme der vergangenen Jahre. Nicht immer harmonisch, aber konsequent mutig und von beklemmender Atmosphäre getragen. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik
2. „Marty Supreme“ (Josh Saftie) Kinostart: 26. Februar 2026
„Marty Supreme“ ist ein grandios-fiebriges Charakterporträt über Größenwahn und den Preis des Erfolgs. Josh Safdie erzählt die Geschichte eines selbstzerstörerischen Aufsteigers mit der ihm eigenen stilistischen Wucht und findet in Timothée Chalamet einen Hauptdarsteller, der diese Mischung aus Charme und Abgründigkeit eindrucksvoll verkörpert. Das Ergebnis ist ein ebenso anstrengender wie faszinierender Film über einen Mann, der den amerikanischen Traum jagt – und dabei vor allem sich selbst zerstört. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik
3. „Hamnet“ (Chloé Zhao) Kinostart: 22. Januar 2026
Chloé Zhao hat es wieder getan. Nachdem sie uns mit „Nomadland” die Weite der amerikanischen Landschaft und der menschlichen Seele nähergebracht hat, taucht sie nun tief in das elisabethanische England ein. Mit „Hamnet” verfilmt sie Maggie O’Farrells Bestseller als eine erschütternde, bildgewaltige Meditation, in deren Zentrum die großen existentiellen Konstanten stehen: die bedingungslose Liebe, die Unausweichlichkeit des Todes und die qualvolle Suche nach einer Form der Trauerbewältigung. Es ist kein trockenes Biopic über den größten Dramatiker aller Zeiten, sondern wie ein poetisches Lied über die Heilkraft der Kunst inmitten tiefster Verzweiflung. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik
4. „Ach, diese Lücke, dieser entsetzliche Lücke“ (Simon Verhoeven) Kinostart: 29. Januar 2026
Simon Verhoevens „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ ist eine feinfühlige, urkomische und zugleich melancholische Tragikomödie über Selbstfindung, familiäre Prägungen und die fragile Kunst des Erwachsenwerdens. Vor allem die schauspielerischen Leistungen – allen voran Bruno Alexander – verleihen dem Film beeindruckende emotionale Tiefe. Verhoeven gelingt in seinem bisher besten Werk eine sensible Balance zwischen Humor und Melancholie. Ein berührendes Kinoerlebnis mit nachhaltiger Wirkung. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik
5. „Vier minus drei“ (Adrian Goiginger) Kinostart: 16. April 2026
„Vier minus drei“ ist ein sensibel unpathetisches Drama über radikalen Verlust und die mühsame Rückkehr ins Leben. Regisseur Adrian Goiginger findet eine Form, die nichts beschönigt und nichts ausstellt, sondern den Menschen hinter der Geschichte ernst nimmt. Getragen von einer überragenden Valerie Pachner entfaltet die Literaturverfilmung eine leise, nachhaltige emotionale Wucht – schmerzhaft, tröstlich und von einer Hoffnung durchzogen, die gerade aus der Verzweiflung ihre Kraft gewinnt. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik
6. „Crime 101“ (Bart Layton) Kinostart: 12. Februar 2026
Am Ende ist Bart Layton mit „Crime 101“ eine charaktergetriebene und -geschriebene Glanzleistung gelungen, die absolut empfehlenswert ist. Es handelt sich hierbei nicht um einen klassischen Heist-Movie von der Stange, sondern um eine tiefgreifende Studie über Gier, Vertrauen und das Schicksal derer, die am Rande der Gesellschaft ihre eigenen Regeln schreiben. Wer Kino sucht, das seine Figuren ernst nimmt, kommt an diesem Werk nicht vorbei. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik
7. „Gelbe Briefe“ (İlker Çatak) Kinostart: 5. März 2026 „Gelbe Briefe“ ist ein stilles, kluges und politisch hoch aufgeladenes Drama über die zerstörerische Kraft institutioneller Macht. Regisseur İlker Çatak zeigt, wie politische Systeme in der Türkei nicht nur Karrieren, sondern Beziehungen unter Druck setzen. Der Film fordert Geduld, zahlt diese aber mit einer eindringlichen Reflexion über Freiheit, Verantwortung und die Fragilität demokratischer Sicherheiten zurück. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik
8. „Extrawurst“ (Marcus H. Rosenmüller) Kinostart: 15. Januar 2026
„Extrawurst“ ist keine visuell ambitionierte Kinoerfahrung und auch kein besonders subtiler Gesellschaftskommentar. Doch als präzise getaktete Ensemblekomödie funktioniert der Film bemerkenswert gut. Dank eines spielfreudigen Casts, eines nahezu unerschöpflichen Dialogwitzes und perfektem Timing entwickelt sich aus einer kleinen Vereinsdebatte ein überraschend wuchtiger und oft schreiend komischer Schlagabtausch über unsere Gegenwart. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik
9. „Rose“ (Markus Schleinzer) Kinostart: 30. April 2026
„Rose“ ist ein stiller, zugleich eindringlicher Historienfilm über Identität, gesellschaftliche Normen und den Preis von Freiheit. Regisseur Markus Schleinzer erzählt schnörkellos, aber vielschichtig, verbindet historische Genauigkeit mit zeitloser Relevanz und schafft ein ruhiges, klug beobachtetes Feminismus-Drama, das weniger durch Handlung als durch seine moralische und emotionale Wucht nachhallt. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik
10. „Good Luck, Have Fun, Don't Die“ (Gore Verbinbski) Kinostart: 12. März 2026
Perfekt ist dieses Comeback nicht, doch Gore Verbinskis Lust am Risiko, seine visuellen Einfälle und das Tempo des Films machen „Good Luck, Have Fun, Don’t Die“ zu einer sehenswerten Sci-Fi-Zeitreise, die mehr gewinnt als verliert – irgendwo zwischen Genrekino und Größenwahn. Wer sich auf diese eigenwillige Mischung einlässt, bekommt einen Film, der zumindest versucht, unverwechselbar zu sein. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik
Auch interessant:
Die 10 besten Filme des Jahres 2025 – von Kino-Total.net
Die 10 besten Filme des Jahres 2024 – von Kino-Total.net