
„Avatar 4“ und „Avatar 5“ beleuchten Ursprung des Avatar-Programms
04.02.2026
Ridley Scott plante einst eine bizarre Fortsetzung zu seinem Klassiker „Gladiator“. Die Fortsetzung hätte Maximus in die Welt der Götter und Mythen zurückgebracht. Doch das Skript von Musikgenie Nick Cave wurde nicht verfilmt, stattdessen erscheint nun bald „Gladiator II“ mit einer weit konventionelleren Geschichte.
Mitte November erscheint „Gladiator II“ – 24 Jahre nach „Gladiator“. Doch Ridley Scott hatte ursprünglich eine vollkommen andere Fortsetzung im Kopf. Diese hätte Maximus, gespielt von Russell Crowe, nach seinem Tod in eine mystische Welt voller römischer Götter geführt. Der gefeierte Regie-Altstar begann bereits vor mehr als 20 Jahren, an einem Sequel zu arbeiten, entschied sich nach mehreren Überlegungen jedoch für einen völlig neuen Ansatz, wie „JoBlo“ berichtet.
Ridley Scott beauftragt Nick Cave mit einem Drehbuch
Nachdem zuerst Ideen für ein Prequel über Maximus‘ frühe Militärzeit und eine politische Fortsetzung in Rom im Raum standen, beauftragte Scott den Star-Musiker und Drehbuchautor Nick Cave, ein neues Skript zu verfassen. Das skurrile Ergebnis: eine surreale Geschichte, die Maximus von den Toten auferstehen lässt und ihn mit den Göttern des antiken Roms konfrontiert.
In Caves fiebertraumartiger Version erwacht Maximus in einem trostlosen Fegefeuer und trifft dort auf den Führer Mordecai, der ihn zu den Göttern wie Jupiter, Apollo und Pluto bringt. Diese befinden sich in einem erbärmlichen Zustand, nachdem Hephaistos sie verraten hat. Die Götter geben Maximus die Aufgabe, Hephaistos zu töten, damit er wieder mit seiner Frau und seinem Sohn vereint werden kann. Doch statt ins Totenreich zurückzukehren, erwacht Maximus im Körper eines sterbenden Christen während der Christenverfolgung unter Kaiser Decius.

In einem besonders eindrucksvollen Moment dieses Szenarios wird das Kolosseum in Rom für eine nachgestellte Seeschlacht zwischen Gladiatoren und christlichen Gefangenen geflutet - eine Szene, die Scott später für „Gladiator II“ adaptierte.
Maximus im ewigen Krieg
Das Finale des Drehbuchs ist jedoch noch bizarrer: Maximus kämpft in einer Reihe von Kriegen, von den Kreuzzügen über die beiden Weltkriege bis hin zum Vietnamkrieg. Am Ende arbeitet er als Soldat im Pentagon, verflucht, auf ewig an Konflikten teilzunehmen.
Russell Crowes Meinung zu diesem Drehbuch war eindeutig: „Gefällt mir nicht, Kumpel“, kommentierte er laut Nick Cave. Cave selbst hatte nach eigener Aussage laut „JoBlo“ Spaß am Schreiben, denn er wusste bereits, dass dieses Drehbuch niemals verfilmt werden würde.
„Gladiator II“ kommt ins Kino
„Gladiator II“ wird am 14. November 2024 in die deutschen Kinos kommen - allerdings mit einer völlig neuen Story nach einem Drehbuch von David Scarpa.
Die Handlung von „Gladiator II“ setzt Jahre nach dem Tod des Helden Maximus ein. Nach der Eroberung seines Heimatlandes durch tyrannische Kaiser ist Lucius (Paul Mescal) gezwungen, in die Arena zurückzukehren. Mit Wut in seinem Herzen und dem Schicksal des Imperiums in seinen Händen muss Lucius in seine Vergangenheit zurückkehren, um die Kraft und Ehre zu finden, Rom zu neuem Ruhm zu verhelfen.