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04.02.2026
Das Biopic-Musical-Drama „Better Man“ über den britischen Popstar Robbie Williams erweist sich als finanzielles Fiasko. Mit einem Budget von 110 Millionen Dollar und somit einer Gewinnschwelle von rund 220 Millionen Dollar ist der Kinofilm weit davon entfernt, ein kommerzieller Erfolg zu werden. Vor allem in den USA zeichnet sich ein verheerendes Bild ab.
„Better Man – Die Robbie Williams Story“ wurde in Nordamerika von Paramount Pictures vertrieben, doch das Publikum bleibt trotz sehr guter Kritiken fern. Nach einem Plattformstart in wenigen Kinos konnte „Better Man“ am zweiten Wochenende (10. bis 12. Januar 2025) in immerhin 1.291 Kinos nur 1,06 Millionen Dollar einspielen - das ergibt einen miserablen Kopienschnitt von 824 Dollar pro Kino.
Der Gesamtumsatz in den USA und Kanada beträgt nach knapp zwei Wochen nur 1,17 Millionen Dollar, was weniger als zwölf Prozent des weltweiten Umsatzes entspricht. Zum Vergleich: Filme mit ähnlichem Budget erzielen in Nordamerika normalerweise ein weitaus größeres Echo. Das mangelnde Interesse in den USA deutet darauf hin, dass Robbie Williams dort einfach nicht die Star-Power hat, um Kinobesucher anzulocken.
In der dritten Woche kam es für „Better Man“ noch dicker. Mit einem Minus von 76 Prozent spielte der Film in 1.290 Kinos nur noch 255.000 Dollar ein - Platz 19. Insgesamt steht das Biopic bei 1,8 Millionen Dollar in Nordamerika.
Deutschland: verhaltener Start für „Better Man“
Auch in Deutschland lässt der Erfolg auf sich warten. Nach drei Wochen haben bisher 202.000 Zuschauer den Film (Kinostart: 2. Januar 2025) gesehen - für eine aufwändige Musikbiografie keine so schlechte Zahl, aber bei weitem nicht genug, um das Ruder herumzureißen. Zum Vergleich: Branchenprimus „Bohemian Rhapsody“ erreichte in Deutschland insgesamt über vier Millionen Zuschauer. Diese verhaltenen Zahlen zeigen, dass die Popularität von Robbie Williams in Deutschland zwar vorhanden ist, aber nicht ausreicht, um den Film zu einem Kassenschlager zu machen.

Auch interessant: Filmkritik zu „Better Man“
Selbst die Werte von vergleichbaren Musik-Biopics aus den vergangenen beiden Jahren wird „Better Man“ wohl nicht erreichen:
=> „Back To Black“ 686.000 Zuschauer
=> „Bob Marley: One Love“ 535.000 Zuschauer
=> „Girl You Know It’s True” 389.000 Zuschauer
=> „Whitney Houston: I Wanna Dance With Somebody” 347.000 Zuschauer
Und all diese Werke schleppen nicht den Ballast eines 110-Millionen-Dollar-Budgets mit sich herum.
Großbritannien: Heimvorteil, aber kein Durchbruch
Auch auf dem britischen Heimatmarkt ist das Ergebnis enttäuschend. Im zweiten Wochenende spielte der Film nur 1,15 Millionen Dollar ein, was einem Rückgang von fast 42 Prozent entspricht. Nach knapp zwei Wochen liegt der Gesamtumsatz bei nur 4,77 Millionen Dollar - für eine Musikbiographie dieser Größenordnung ein enttäuschendes Ergebnis. Zum Vergleich: „Bohemian Rhapsody“ spielte in seiner zweiten Woche in Großbritannien über zehn Millionen Dollar ein. Die schwachen Zahlen in Großbritannien zeigen, dass selbst Williams’ größte Fangemeinde nicht zahlreich genug ins Kino strömte, um den Film zu retten.
Vermutlich erwies sich auch der Kunstgriff, Robbie Williams als computeranimierten Affen zu zeigen, als kommerziell katastrophale Fehlentscheidung von Regisseur Michael Gracey und dem Studio. Eine Facebook-Nutzerin brachte es in einem Post auf den Punkt: „Ich liebe Robbie Williams, aber ich verstehe nicht, warum ich mir diesen Film über einen Affen ansehen sollte. Das ist wahrscheinlich das gleiche, was 90 Prozent der Kinobesucher abhält.“
Internationale Einspielzahlen: kein Rettungsanker
Mit einem internationalen Einspielergebnis von rund 8,88 Millionen Dollar (inklusive Großbritannien) hat „Better Man“ weltweit bislang nur etwas mehr als zehn Millionen Dollar eingespielt. Damit bleibt das Biopic weit hinter den Erwartungen zurück. Besonders problematisch: Ohne eine starke US-Performance sind die internationalen Märkte oft nicht in der Lage, ein solch hoch budgetiertes Werk profitabel zu machen. Der Film startete frühzeitig in Neuseeland, was auf eine alternative Vermarktungsstrategie hindeutet - doch auch dies scheint nicht den erhofften Effekt gehabt zu haben.

Warum floppt „Better Man“?
=> Robbie Williams ist in den USA kaum relevant: Anders als Queen oder Elton John hat Williams den US-Markt nie wirklich erobert. Ein Biopic über ihn interessiert dort einfach zu wenige Kinogänger.
=> Mangelndes Marketing und Hype: Während Filme wie „Elvis“ und „Rocketman“ mit großen Kampagnen beworben wurden, scheint „Better Man“ zu sehr unter dem Radar geflogen zu sein.
=> Zielgruppenprobleme: Als Mischung aus Biografie, Fantasy und Musical ist der Film schwer zu vermarkten und spricht weder eingefleischte Musikfans noch das breite Mainstream-Publikum an.
=> Starke Konkurrenz: In den ersten Wochen musste sich der Film gegen Blockbuster wie „Mufasa: Der König der Löwen“, „Nosferatu - Der Untote“, „Vaiana 2“ und „Wicked“ behaupten - für eine Nischenproduktion dieser Preisklasse eine unlösbare Aufgabe.
Ein teurer Fehlschlag
Mit einem weltweiten Einspielergebnis von derzeit zehn Millionen Dollar und einem Budget von 220 Millionen Dollar ist „Better Man“ auf dem besten Weg, einer der größten Flops des Jahres zu werden. Während Musik-Biopics in den vergangenen Jahren oft Goldgruben für die Studios waren, zeigt der Fall „Better Man“, dass ein prominenter Name allein noch kein Garant für Erfolg ist - vor allem dann nicht, wenn das Kernpublikum in den USA kaum vorhanden ist.
Es bleibt abzuwarten, ob der Film im Streaming-Bereich eine zweite Chance bekommt, als Kinoproduktion ist „Better Man“ bereits jetzt krachend gescheitert und mit fliegenden Fahnen ehrenvoll untergegangen.