Berlinale-Kritiken 2025 von Kino-Total.net 27.02.2025

Die 75. Berlinale 2025 findet vom 13. bis 23. Februar statt. KINO-TOTAL.net ist auf dem wichtigsten deutschen Festivals vertreten. Hier findet ihr Kritiken zu Berlinale-Filmen.

1. „Heldin“ (Petra Volpe) Kinostart: 27. Februar 2025 „Heldin“ ist ein mitreißend gespieltes und inszeniertes Krankenhaus-Drama, das intelligent auf die Missstände in der Pflegebranche hinweist, ohne belehrend oder platt zu wirken - ein kraftvoll-wuchtiger Film, der keine Sekunde der Leinwandzeit ungenutzt lässt. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik

2. „Kontinental '25“ (Radu Jude) Kinostart: 9. Oktober 2025

„Kontinental '25“ ist ein leises, aber bitteres Drama über moralisches Versagen und soziale Abstumpfung. Radu Jude erzählt nicht von Heldentum, sondern von Ohnmacht und zeigt, wie selbst gut gemeintes Nachdenken in einer gleichgültigen Gesellschaft verhallt. Es ist kein Film, der laut wird, aber einer, der still unter die Haut geht. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik

3. „Like A Complete Unknown“ (James Mangold) Kinostart: 27. Februar 2025 Das Musiker-Biopic „Like A Complete Unknown“ bietet einen handwerklich und visuell herausragenden Einblick in eine entscheidende Phase der Karriere der Musik-Ikone Bob Dylan und punktet mit einem starken Soundtrack und hervorragenden schauspielerischen Leistungen. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik

4. „If I Had Legs I'd Kick You“ (Mary Bronstein) Kinostart: noch kein Termin „If I Had Legs I’d Kick You“ ist eine nervenaufreibende Achterbahnfahrt von einem Film - immer unter absoluter Hochspannung. Mit unerbittlicher Intensität zeigt Regisseurin Mary Bronstein in ihrem psychologischen Drama die dunkle, verzweifelte Seite der Mutterschaft und entführt das Publikum in ein ebenso niederschmetterndes, beklemmendes wie fesselndes Szenario. Zur Kino-Total.net-Kritik

5. „Das Deutsche Volk“ (Marcin Wierzchowski) Kinostart: 4. September 2025 „Das deutsche Volk“ ist ein notwendiger Film - unbequem, traurig, aber voller Würde. Marcin Wierzchowski hat keinen klassischen Dokumentarfilm gedreht, sondern ein Charakterdrama, ein filmisches Mahnmal, das den Überlebenden von der Stadt und vielen Hanauern vorenthalten wurde. Er gibt denen eine Stimme, die sich seit Jahren Gehör verschaffen wollen, und erinnert eindrucksvoll daran, dass Erinnern nicht nur Rückblick bedeutet, sondern auch Verantwortung für die Zukunft. Zur Kino-Total.net-Kritik

6. „The Thing With Feathers“ (Dylan Southern) Kinostart: noch kein Termin „The Thing With Feathers“ ist ein Film, der polarisiert. Er ist kein übliches Mainstream-Kinoprodukt und richtet sich an ein Publikum, das bereit ist, sich auf eine anspruchsvolle und verstörende Filmerfahrung einzulassen. Wer sich jedoch auf diese Reise einlässt, wird mit einer außergewöhnlichen schauspielerischen Leistung, einer eindringlichen Atmosphäre und einer tiefgründigen Auseinandersetzung mit der menschlichen Psyche belohnt. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik

7. „Lurker“ (Alex Russell) Kinostart: noch kein Termin „Lurker“ ist mehr als nur ein Drama; er ist eine Reflexion über die dunkle Seite der Popkultur und die Rolle der sozialen Medien. Alex Russells Film greift Themen wie Identität, Machtdynamiken und die performative Natur von Beziehungen auf. „Lurker“ zeigt, wie schnell aus Bewunderung eine gefährliche Obsession werden kann. Er wirft wichtige Fragen nach den Grenzen der Faninteraktion, den Gefahren des Stalkings und der Suche nach Relevanz in einer zunehmend digitalisierten Welt auf. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik

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8. „Mickey 17“ (Boon Joon-ho) Kinostart: 6. März 2025 „Mickey 17“ ist eine unterhaltsame, aber auch teilweise unausgewogene Science-Fiction-Satire, die in ihrem Versuch, tiefgründige Gesellschaftskritik mit schrägem Humor zu verbinden, nicht immer den richtigen Ton trifft. Bong Joon-ho liefert einen lauten Spaßfilm, der durchweg unterhält, auch wenn das Werk nicht an die Brillanz früherer Werke Bongs heranreicht. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik

9. „Blue Moon“ (Richard Linklater) Kinostart: noch kein Termin „Blue Moon“ ist ein anspruchsvolles Kammerspiel, das vor allem durch Ethan Hawkes darstellerische Leistung 1getragen wird. Richard Linklater zeigt mit dem kammerspielartigen Charakterdrama einmal mehr sein Talent für das Erzählen von Geschichten, die zum Nachdenken anregen. Er verzichtet auf spektakuläre Bilder und setzt stattdessen auf die Kraft der Worte und die Intensität der schauspielerischen Leistung. Allerdings bleibt die nichtlineare Erzählstruktur des Films bisweilen verwirrend, und die blassen Nebenfiguren dienen oft mehr als Mittel zum Zweck, um Harts inneren Konflikt zu beleuchten, als dass sie eigenständige Charaktere wären. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik

10. „Dreams“ (Michel Franco) Kinostart: noch kein Termin

Dreams“ ist ein verstörendes und nachdenkliches Drama, das den Zuschauer mit unbequemen Fragen zurücklässt. Franco verzichtet auf einfache Antworten und moralische Urteile, was den Film umso eindringlicher macht. Mit starken schauspielerischen Leistungen, einer soliden Inszenierung und relevanten Themen gelingt es ihm, ein beklemmendes Porträt von Ambition, Ausbeutung und sozialer Ungleichheit zu zeichnen. Trotz dieser Stärken schwächelt Francos Werk auch. Unter anderem machen es die distanzierte Erzählweise und die unausgewogene Charakterentwicklung schwer, einen Zugang zu finden. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik

Mala Emde in „Köln 75“ (© Alamode Film)
Mala Emde in „Köln 75“ (© Alamode Film)

11. „Köln 75“ (Ido Fluk) Kinostart: 13. März 2025 Regisseur Ido Fluk singt in seinem tragikomischen Musik-Biopic „Köln 75“ ein sympathisches Loblied auf Jazz und Kunst - ein Film über die Hintergründe des legendären Köln-Konzerts von Jazz-Ikone Keith Jarrett, der trotz kleiner Schwächen sehenswert ist. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik

12. „Islands“ (Jan-Ole Gerster) Kinostart: 8. Mai 2025 Jan-Ole Gersters „Islands“ ist ein streckenweise eleganter und atmosphärisch dichter Neo-Noir-Thriller, der als tiefgründige Charakterstudie beginnt und endet. Beide Teile sind für sich genommen überzeugend, nur die Verknüpfung der so unterschiedlichen Genre-Elemente gelingt nicht befriedigend genug. So wird man das Gefühlt nicht los, dass „Islands“ ist ein solider Film ist, bei dem mehr drin gewesen wäre. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik

13. „Was Marielle weiß“ (Frédéric Hambalek) Kinostart: 17. April 2025 „Was Marielle weiß“ ist ein unterhaltsames Gedankenexperiment, das clevere Ansätze bietet, erzählerisch aber nicht durchgehend konsequent bleibt. Die Mischung aus feiner Satire und menschlicher Tragödie funktioniert - mit etwas mehr Mut zur Radikalität hätte der Film aber noch eindringlicher wirken können. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik

14. „Hot Milk“ (Rebecca Lenkiewicz) Kinostart: 29. Mai 2025 Rebecca Lenkiewicz‘ Drama „Hot Milk“ ist ein ambitioniertes Regiedebüt, das mit guten Darstellungen, insbesondere von Emma Mackey und Fiona Shaw, und einer faszinierenden Bildästhetik überzeugt. Doch die erzählerische Unentschlossenheit und die überstrapazierten symbolischen Elemente verhindern, dass der Film zu einem wirklich befriedigenden Erlebnis wird. Zur KINO-TOTAL-Kritik

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