
„The Bride“ floppt: Hollywoods berühmtestes Monster bleibt ein Kassenproblem
13.03.2026
Die 76. Berlinale 2025 findet vom 12. bis 22. Februar statt. KINO-TOTAL.net ist auf dem wichtigsten deutschen Festivals vertreten. Hier findet ihr Kritiken zu Berlinale-Filmen.
1. „Vier minus drei“ (Adrian Goiginger) Kinostart: 16. April 2026
„Vier minus drei“ ist ein sensibel unpathetisches Drama über radikalen Verlust und die mühsame Rückkehr ins Leben. Regisseur Adrian Goiginger findet eine Form, die nichts beschönigt und nichts ausstellt, sondern den Menschen hinter der Geschichte ernst nimmt. Getragen von einer überragenden Valerie Pachner entfaltet die Literaturverfilmung eine leise, nachhaltige emotionale Wucht – schmerzhaft, tröstlich und von einer Hoffnung durchzogen, die gerade aus der Verzweiflung ihre Kraft gewinnt. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik
2. „Kurtuluş“ („Salvation“) (Emin Alper) Kinostart: noch kein Termin
„Kurtuluş“ („Salvation“) ist ein düsterer, atmosphärisch dichter Blick auf die Mechanik von Radikalisierung und kollektivem Wahn. Regisseur Emin Alper verbindet politisches Kino mit beinahe albtraumhafter Bildsprache – nicht immer subtil, aber durchgehend wirkungsvoll. Eine Parabel, die weniger laut anklagt als langsam vergiftet – und gerade deshalb lange nachwirkt. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik
3. „The Testament Of Ann Lee“ (Mona Fastvold) Kinostart: 12. März 2026
The Testament Of Ann Lee“ ist kein Film für Zwischendurch. Mit 137 Minuten Länge und einer fast schon physischen Intensität ist es ein Werk, das auf der großen Leinwand erlebt werden muss. Ein exzentrisches, blutiges und wunderschönes Werk. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik
4. „Gelbe Briefe“ (İlker Çatak) Kinostart: 5. März 2026
„Gelbe Briefe“ ist ein stilles, kluges und politisch hoch aufgeladenes Drama über die zerstörerische Kraft institutioneller Macht. Regisseur İlker Çatak zeigt, wie politische Systeme in der Türkei nicht nur Karrieren, sondern Beziehungen unter Druck setzen. Der Film fordert Geduld, zahlt diese aber mit einer eindringlichen Reflexion über Freiheit, Verantwortung und die Fragilität demokratischer Sicherheiten zurück. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik

5. „The Weight“ (Padraic McKinley) Kinostart: Q3/Q4 2026
„The Weight – Im Goldrausch“ ist ein kerniger Abenteuer-Thriller im Geist der kompromisslosen Survivalfilme vergangener Jahrzehnte. Padraic McKinley beweist in seinem Regiedebüt ein sicheres Gespür für Spannung und Atmosphäre, auch wenn das Drehbuch und einige Nebenfiguren etwas blass bleiben. Ethan Hawke trägt den Film mit seiner intensiven Präsenz und macht aus dem rauen Genrewerk vor allem ein packendes Kinoerlebnis statt eines tiefgründigen Dramas. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik
6. „Rose“ (Markus Schleinzer) Kinostart: 30. April 2026
„Rose“ ist ein stiller, zugleich eindringlicher Historienfilm über Identität, gesellschaftliche Normen und den Preis von Freiheit. Regisseur Markus Schleinzer erzählt schnörkellos, aber vielschichtig, verbindet historische Genauigkeit mit zeitloser Relevanz und schafft ein ruhiges, klug beobachtetes Feminismus-Drama, das weniger durch Handlung als durch seine moralische und emotionale Wucht nachhallt. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik
7. „Good Luck, Have Fun, Don't Die“ (Gore Verbinski) Kinostart: 12. März 2026
Perfekt ist dieses Comeback nicht, doch Gore Verbinskis Lust am Risiko, seine visuellen Einfälle und das Tempo des Films machen „Good Luck, Have Fun, Don’t Die“ zu einer sehenswerten Sci-Fi-Zeitreise, die mehr gewinnt als verliert – irgendwo zwischen Genrekino und Größenwahn. Wer sich auf diese eigenwillige Mischung einlässt, bekommt einen Film, der zumindest versucht, unverwechselbar zu sein. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik
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8. „Heysel 85“ (Teodora Ana Mihai) Kinostart: noch kein Termin
„Heysel 85“ ist ein ernsthaftes, formal starkes, fast schon immersives Drama über Verantwortung und Erinnerungskultur. Die Entscheidung, die Tragödie des Heysel-Stadions – vor allem als Krise der Institutionen zu erzählen, verleiht dem Film eine klare Haltung, schränkt die Katastrophe jedoch zugleich seine Perspektivenvielfalt ein. Dennoch gelingt Regisseurin Teodora Ana Mihai ein nachdenklicher, bedrückender Film, der weniger Antworten liefert als Fragen stellt. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik
9. „Rosebush Pruning“ (Karim Aïnouz) Kinostart: noch kein Termin
„Rosebush Pruning“ ist eine visuell brillante, erzählerisch jedoch erstaunlich hohle Reichen-Satire. Trotz provokanter Ideen und engagierter Darsteller fehlt die emotionale oder gesellschaftliche Fallhöhe, die seine Grenzüberschreitungen tragen könnte. Ein Film, der laut schockiert, aber leise verpufft. Zur KINO-TOTAL.net-Kritik