ARTE zeigt „Kundschafter des Friedens 2“ Freitag erstmals im Free-TV – Teil 1 noch online

ARTE holt die DDR-Altagenten zurück: Nach der Wiederholung des ersten Teils „Kundschafter des Friedens“ am vergangenen Sonntag läuft am Freitag um 20:15 Uhr die Fortsetzung zum ersten Mal bei ARTE. Wer den Auftakt verpasst hat, kann ihn bis zum 26. Oktober in der Mediathek nachholen.

Zwei Filme in einer Woche

ARTE zeigt die beiden Agenten-Komödien von Robert Thalheim als Doppel: Der erste Teil „Kundschafter des Friedens“ (2017) lief am Sonntag, 27. September, um 20:15 Uhr und steht bis zum 26. Oktober in der ARTE-Mediathek. Am Freitag, 2. Oktober 2026, um 20:15 Uhr folgt „Kundschafter des Friedens 2“ – laut ARTE die erste Ausstrahlung des Films im Sender. Abrufbar ist die Fortsetzung dort bereits ab dem 1. Oktober. Wer beide Filme hintereinander sehen will, hat also gut zwei Wochen Zeit, in denen Teil 1 und Teil 2 gleichzeitig online sind.

Dass ARTE die Fortsetzung zur Premiere bringt, ist kein Zufall: Laut Senderangaben hat ARTE den Film gemeinsam mit dem ZDF und der Kundschafter Filmproduktion koproduziert. Ins Kino kam „Kundschafter des Friedens 2“ am 23. Januar 2025 im Verleih von Majestic. Teil 1 erreichte 388.000 Zuschauer in den deutschen Kinos, Teil 2 kam auf 156.000 Besucher.

Ohne Michael Gwisdek: Katharina Thalbach übernimmt

Die wichtigste Veränderung gegenüber dem Vorgänger ist eine traurige. Michael Gwisdek, im ersten Teil als Techniker Jaecki dabei, ist 2020 gestorben. Thalheim hat die Rolle nicht neu besetzt, sondern eine neue Figur geschrieben: Katharina Thalbach stößt als Technikexpertin Tamara zum Quartett um Henry Hübchen, Thomas Thieme und Winfried Glatzeder. Neu im Ensemble ist außerdem Corinna Harfouch als Helene, die Tochter des verstorbenen Mentors der Truppe – ihre Figur schickt die Rentner-Spione nach Kuba.

Was die Kritik damals sagte

Beim Kinostart gingen die Urteile auseinander, und zwar entlang der Frage, wie viel Ostalgie ein solcher Film verträgt. Die Zeitschrift „epd Film“ vergab drei von fünf Punkten und fand die Fortsetzung „handfester“ als den ersten Teil: witzig und charmant, zum Ende hin aber zu turbulent. „FILMSTARTS“ kam auf 2,5 von 5 Sternen und vermisste gerade die Vielschichtigkeit des Vorgängers – statt Distanz regiere hier eine verklärte Revolutionsromantik. Am strengsten urteilte der Filmdienst, der dem Film Slapstick und abgenutzte Klischees vorhielt und bemängelte, dass einem die Figuren gleichgültig blieben.

Lohnt das Einschalten?

Für Fans des ersten Teils ist der Freitag die Gelegenheit, die Fortsetzung ohne Kauf oder Leihgebühr nachzuholen. Wer die Reihe noch nicht kennt, ist mit der Reihenfolge besser beraten: erst Teil 1 in der Mediathek, dann Teil 2 am Freitag. So lässt sich am besten selbst prüfen, ob die Kritiker recht hatten, die den Vorgänger für den feineren Film halten.

Alle Daten zu Besetzung und Stab stehen auf unserer Filmseite zu „Kundschafter des Friedens 2“.

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