Alles im IMAX-Format: Christopher Nolan schreibt mit „The Odyssey“ Filmgeschichte 16.05.2025

Christopher Nolan dreht „The Odyssey“ vollständig mit IMAX-Filmkameras, wie IMAX-CEO Rich Gelfond in Cannes erzählt. Das Großprojekt markiert einen technischen Meilenstein in der Kinogeschichte.

Meisterregisseur Christopher Nolan („Inception“) dreht mit seinem 250 Millionen Dollar teuren Opus „The Odyssey“ das gesamte Werk auf IMAX-Filmkameras und setzt damit einen technischen Meilenstein. Das teilte IMAX-CEO Rich Gelfond bei einem Pressegespräch am Donnerstag (15.5.2025) in Cannes mit. Es ist das erste Mal, dass ein kompletter Spielfilm auf diesem analogen Format entsteht. Bisher wurden die Kameras nur für ausgewählte Sequenzen verwendet, da sie als zu schwer, zu laut und zu aufwendig im Produktionsprozess galten.

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Nolan, der für seine Vorliebe für großformatiges Kino bekannt ist („Dunkirk“, „Interstellar“, „Oppenheimer“), stellte nach dem Erfolg von „Oppenheimer“ eine Bedingung an das Unternehmen: „Chris rief mich an und sagte: ‚Wenn du herausfindest, wie man die Probleme lösen kann, werde ich ‚Odyssey‘ zu 100 Prozent in IMAX drehen‘“, sagte Gelfond laut „The Hollywood Reporter“. „Und genau das tun wir jetzt.“

Neue Technik für neue Dimensionen

Der Erfolg von „Oppenheimer“, der weltweit über 190 Millionen US-Dollar allein auf Imax-Leinwänden einspielte (insgesamt 976 Millionen Dollar weltweit), motivierte das Unternehmen, die Kameratechnologie grundlegend zu überarbeiten. Die neuen IMAX-Filmkameras sind laut Gelfond etwa 30 Prozent leiser und deutlich leichter. Auch die Probleme bei der Filmentwicklung und der täglichen Sichtung („Dailies“) wurden gelöst, was eine effizientere Produktion ermöglicht.

„Er zwang uns, diese Seite unseres Geschäfts zu überdenken, unsere Filmaufnahmegeräte, unsere Filmkameras“, so Gelfond weiter in „The Hollywood Reporter“. Vorerst steht das neue Equipment exklusiv Nolan zur Verfügung. Nach Abschluss der Dreharbeiten zu „The Odyssey” sollen jedoch auch andere Regisseure von den verbesserten Kameras profitieren.

Großer Andrang auf das IMAX-Format

Die Nachfrage nach IMAX-Produktionen steigt deutlich. Für das Jahr 2025 kündigte Gelfond eine Rekordzahl an Filmen an, die ganz oder teilweise mit IMAX-Technik realisiert werden. Dazu gehören unter anderem Ryan Cooglers „Blood & Sinners“, „Mission: Impossible – The Final Reckoning“ mit Tom Cruise sowie Joseph Kosinskis Rennfilm „F1“ mit Brad Pitt. Auch Greta Gerwigs „Narnia“-Verfilmung wird für das IMAX-Format produziert, wenngleich unklar ist, ob sie dabei auch auf IMAX-Kameras zurückgreift.

Zusätzlich kündigte Gelfond die Produktion der ersten fremdsprachigen IMAX-Dokumentation an: „Patrouille de France” begleitet das Elite-Kunstflugteam der französischen Luftwaffe über ein ganzes Jahr hinweg. Das Projekt knüpft an den Erfolg der Doku „The Blue Angels“ an und ist eine Koproduktion von Federation Studios und Imago Production.

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