
„Wednesday“-Star Jenna Ortega als künstliche Freundin: Taika Waititis „Klara und die Sonne“ kommt am 29. Oktober ins Kino
16.09.2026
In einer Zukunft, in der genetische Veränderungen über die gesellschaftlichen Möglichkeiten eines Menschen entscheiden, leben die Menschen in streng voneinander getrennten sozialen Klassen. Klara (Jenna Ortega) ist ein künstlicher Begleiter, der als sogenannte „Artificial Friend“ für den Einsatz in Familien entwickelt wurde. Als sie von Chrissie (Amy Adams) gekauft wird, kommt sie zu deren Tochter Josie (Mia Tharia), die gesundheitlich angeschlagen ist.
Klara versucht, eine enge Beziehung zu Josie aufzubauen und ihre neue Rolle in der Familie zu verstehen. Dabei beobachtet sie ihre Umgebung mit großer Aufmerksamkeit und entwickelt eine eigene Vorstellung davon, wie menschliche Beziehungen funktionieren. Josies Freund Rick (Aran Murphy) steht ihr dabei besonders nahe, obwohl auch er in einer Gesellschaft lebt, in der genetische Optimierung über Bildung, soziale Stellung und Zukunftschancen entscheidet.
Je stärker Klara versucht, Josie zu helfen und sie zu beschützen, desto mehr stellt sich die Frage, was einen Menschen eigentlich ausmacht. Ihre Loyalität gegenüber dem Mädchen führt sie schließlich zu Entscheidungen, bei denen die Grenzen zwischen künstlicher Intelligenz, Empathie und menschlicher Identität zunehmend verschwimmen.
„Klara und die Sonne“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Kazuo Ishiguro aus dem Jahr 2021. Die Rechte sicherte sich Sonys Produktionsgesellschaft 3000 Pictures bereits im Juli 2020, David Heyman wurde mit seiner Produktionsfirma Heyday Films als Produzent verpflichtet. Ishiguro ist als ausführender Produzent an der Verfilmung beteiligt. Das Drehbuch entstand zunächst unter der Verantwortung von Dahvi Waller, bevor Taika Waititi das Projekt als Regisseur übernahm und das Skript gemeinsam mit Waller weiterentwickelte.

Waititi wurde im Januar 2024 offiziell als Regisseur bestätigt, gleichzeitig wurde Jenna Ortega als Klara verpflichtet. Im Februar kamen Amy Adams, Mia Tharia, Aran Murphy, Natasha Lyonne und Simon Baker zur Besetzung hinzu, später folgte Steve Buscemi. Baker war ursprünglich als Josies Vater Paul zu sehen, seine Szenen wurden jedoch aus der fertigen Fassung entfernt. Zum weiteren Ensemble gehören Rachel House, Harry Greenwood und Sophia Bryant-Taukiri.
Die Dreharbeiten begannen im Januar 2024 unter dem Arbeitstitel „Tears and Rain“ in Neuseeland. Gedreht wurde unter anderem in den Silverlight Studios im Raum Wānaka sowie anschließend in Auckland. Für Waititi ist der Film damit eine weitere Arbeit außerhalb seines bisherigen Schwerpunkts aus Komödie, Fantasy und Comicverfilmungen. Den Schnitt übernahmen Adam Gough und Tom Eagles.
Kazuo Ishiguros Roman „Klara und die Sonne“ war nach „Alles, was wir geben mussten“ erst der zweite Roman des späteren Literaturnobelpreisträgers, der sich ausführlicher mit künstlicher Intelligenz und den Folgen technologischer Entwicklung für menschliche Beziehungen beschäftigt. Die Geschichte wird weitgehend aus Klaras Perspektive erzählt, wodurch die Wahrnehmung der menschlichen Welt durch eine künstliche Figur zum zentralen erzählerischen Element wird.
Der deutsche Kinostart für „Klara und die Sonne“ ist für den 29. Oktober 2026 angesetzt.