Die achtjährige Josephine (Mason Reeves) wird im Golden Gate Park zufällig Zeugin eines Verbrechens. In der unmittelbaren Bedrohungssituation reagiert sie mit Gewalt, um sich selbst zu schützen. Das Erlebte hinterlässt tiefe Spuren und wirkt sich nicht nur auf das Kind, sondern auch auf das familiäre Umfeld aus. Ihre Eltern Damien (Channing Tatum) und Claire (Gemma Chan) stehen vor der Herausforderung, mit dem Trauma ihrer Tochter umzugehen und gleichzeitig einen eigenen Weg zu finden, auf das Geschehen zu reagieren. Zwischen Angst, Schuldgefühlen und dem Wunsch nach Sicherheit versuchen sie, Verantwortung zu übernehmen und einen Beitrag zur Gerechtigkeit zu leisten, während das familiäre Gleichgewicht zunehmend unter Druck gerät.
Der Film war formal als Echtzeit-Erzählung in einer einzigen Einstellung konzipiert und thematisierte rassistische Ideologien im Alltag. Persönliche Kindheitserfahrungen der Regisseurin flossen dort inhaltlich ein. Mit „Josephine“ wendet sich de Araújo einem Familiendrama zu, das die Folgen von Gewalt und die Auswirkungen eines Traumas auf Kinder und Eltern in den Mittelpunkt stellt.