
Berlinale 2026 stellt Wettbewerbsprogramm mit 23 Filmen vor
22.01.2026
In „Die Blutgräfin“ begeben sich die Vampirgräfin Erzsébet Báthory (Isabelle Huppert) und ihre Zofe Hermine (Birgit Minichmayr) auf eine Reise durch Vergangenheit und Gegenwart ihres eigenen Mythos. Gemeinsam eröffnen sie einen neuen Reigen vampirischer Existenz, der sie auf die Suche nach Blut, nach den verdrängten Geschichten ihrer Ahnen und nach einem Buch führt, das die Grundlagen ihres Reiches bedroht.
Während die beiden durch verschiedene Schauplätze und Zeiten ziehen, geraten sie zunehmend unter Druck. Ihnen folgen ein vegetarisch lebender Neffe, dessen Lebensentwurf im Widerspruch zur familiären Tradition steht, sein Psychotherapeut, zwei auf Vampire spezialisierte Wissenschaftler sowie ein Polizeiinspektor mit seinem Assistenten. Die Verfolgung entwickelt sich zu einem Spiel aus Missverständnissen, Obsessionen und Identitätssuche, in dem sich Fantastik, Historie und Gegenwart überlagern.
„Die Blutgräfin“ ist der neue Film von Ulrike Ottinger, die erneut Regie führte und das Projekt in ihrer charakteristischen Verbindung aus Theater, Literatur und Film realisierte. Die Dialoge entstanden unter Mitwirkung der Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek.

Der Film greift Motive des klassischen Vampirmythos auf und verbindet sie mit Reflexionen über Erinnerung, kulturelles Erbe und Rollenbilder.
Seine Weltpremiere feiert „Die Blutgräfin“ im Rahmen der 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin in der Sektion Special Gala.