So erfolgreich waren die Filme des DC Extended Universe (DCEU)

Seit dem Start des DC Extended Universe (DCEU) im Jahr 2013 hat sich die Superhelden-Filmreihe zu einem der einflussreichsten Franchises der Filmbranche entwickelt. KINO-TOTAL.net wirft einen detaillierten Blick auf die weltweiten Einspielergebnisse und die Besucherzahlen in Deutschland, um die Erfolgsgeschichte des DCEU zu beleuchten.

Das DC Extended Universe (DCEU) hat sich seit seinem Start im Jahr 2013 zu einem vielschichtigen Filmuniversum entwickelt, das die ikonischen Superhelden und Schurken aus den DC-Comics zum Leben erweckt. Unter der Regie verschiedener Top-Filmemacher, darunter Zack Snyder, Patty Jenkins und James Wan, ist eine epische Erzählung entstanden, die die Geschichten von Helden wie Superman, Batman, Wonder Woman und Aquaman miteinander verknüpft. Das DCEU zeichnet sich nicht nur durch spektakuläre visuelle Effekte und actiongeladene Szenen aus, sondern auch durch die Bereitschaft, verschiedene Genres und Erzählstile zu erforschen, von düsteren und epischen Momenten bis hin zu humorvollen und leichteren Tönen.

Trotz seiner Erfolge, die besonders in der jüngsten Phase stark nachlassen, stand das DCEU immer im Schatten des dominierenden Marvel Cinematic Universe (MCU), das produktiver und noch erfolgreicher ist.

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Starkes Trio bringt DCEU in Schwung

Unter der Regie von Zack Snyder wurde „Man Of Steel“ 2013 zum Ursprung des DCEU. Mit einem beeindruckenden Einspielergebnis von 291,1 Millionen Dollar in Nordamerika und 670,2 Millionen weltweit markierte der Film einen vielversprechenden Start für das Universum, auch wenn er mit 754.653 Zuschauern in Deutschland unter den Erwartungen blieb.

Henry Cavill in „Man Of Steel“ (© Warner Bros.)

Zack Snyders Fortsetzung „Batman v Superman: Dawn Of Justice“ führte das DCEU zu neuen Höhen. Mit einem Einspielergebnis von 330,4 Millionen Dollar in den USA und Kanada sowie 874,4 Millionen Dollar weltweit können sich auch die über 1,5 Millionen Besucher in Deutschland sehen lassen.

Unter der Regie von David Ayer versammelte „Suicide Squad“ 2016 eine Gruppe schräger Antihelden um sich. Mit einem weltweiten Einspielergebnis von 749,2 Millionen Dollar und über 1,6 Millionen Besuchern in Deutschland bewies der Film, dass das DCEU auch mit unkonventionellen Geschichten punkten kann.

Gefeierte „Wonder Woman“ als Höhepunkt des DCEU

Patty Jenkins führte das DCEU 2017 mit „Wonder Woman“ zu einem weiteren Höhepunkt. Der Film spielte in den USA 412,8 Millionen Dollar ein, kam weltweit auf 824,0 Millionen und musste nur in Deutschland mit knapp 784.000 Zuschauern Federn lassen. Inhaltlich lieferte das DCEU hier Spitzenqualität.

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Zack Snyders „Justice League“ brachte viele der Superhelden erstmals gemeinsam auf die Leinwand. Das weltweit ordentliche Einspielergebnis von 661,3 Millionen Dollar blieb jedoch hinter den hohen Erwartungen zurück, was mit 631.000 Besuchern vor allem für Deutschland gilt.

„Aquaman“ spielt das meiste Geld ein, dann beginnen die Flops

James Wans „Aquaman“ brach 2018 alle DCEU-Rekorde und erreichte ein weltweites Einspielergebnis von 1,15 Milliarden Dollar – der erste und einzige Milliardenhit des Franchise. Mit über zwei Millionen Kinobesuchern setzte der Film auch in Deutschland neue Maßstäbe für die DCEU.

Jason Momoa in „Aquaman“ (© Warner Bros.)

David F. Sandbergs „Shazam!“ brachte eine leichtere Note in das Franchise und spielte weltweit 367,8 Millionen Dollar ein. In Deutschland lockte der Film rund 390.000 Zuschauer in die Kinos – hier begann der Abschwung des DCEU, auch wenn der Comic-Actioner in Anbetracht des Budgets von 100 Millionen Dollar noch ein Hit war.

Unter der Regie von Cathy Yan präsentierte „Birds of Prey“ 2020 eine Gruppe weiblicher Superheldinnen. Mit einem weltweiten Einspiel von 205,4 Millionen Dollar und gut 500.000 Besuchern in Deutschland schwächelte das DC-Universum jetzt spürbar.

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Verstärkt wurde dies durch die Corona-Pandemie, bei der Patty Jenkins mit ihrem Sequel „Wonder Woman 1984“ völlig unterging. Das Einspielergebnis von 46,8 Millionen Dollar in den USA stieg weltweit auf 169,6 Millionen Dollar, was angesichts eines Budgets von 200 Millionen Dollar natürlich viel zu wenig ist. Eine Branchenregel besagt, dass man das Doppelte des Budgets braucht, um die Gewinnschwelle zu erreichen. In Deutschland sahen nicht einmal 20.000 Menschen „Wonder Woman 1984“ im Kino – auf dem Höhepunkt der Pandemie, als kaum ein Kino geöffnet hatte.

Auch James Gunns Neuauflage „The Suicide Squad“ konnte mit weltweit 168,7 Millionen Dollar – bei einem Budget von 185 Millionen Dollar – nicht überzeugen. Auch die deutschen Zuschauerzahlen von 567.000 sind nicht zufriedenstellend.

Auch Dwayne Johnson kann DCEU nicht retten

Vom Einstieg von Dwayne „The Rock“ Johnson ins DCEU hatten sich die Macher sicherlich mehr versprochen. Jaume Collet-Serras „Black Adam“ spielte zwar mit 393,3 Millionen Dollar weltweit wieder mehr Geld ein und lockte in Deutschland immerhin knapp über eine Million Besucher in die Kinos, aber mehr als die Gewinnschwelle (Budget: 200 Millionen Dollar) sprang am Ende nicht heraus.

Mit David F. Sandbergs Fortsetzung „Shazam! Fury Of The Gods“ ging es wieder steil bergab. Weder das weltweite Einspielergebnis von 133,8 Millionen Dollar noch die mageren 253.000 Besucher in Deutschland können zufriedenstellen.

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Ein ähnliches Flop-Kaliber hat auch Andy Muschiettis „The Flash“, der in Nordamerika immerhin die 100-Millionen-Dollar-Marke knackte, weltweit aber mit 270,6 Millionen Dollar enttäuschte. Auch in Deutschland floppte der im Vorfeld gehypte Comic-Actioner mit 290.000 Zuschauern.

So bleibt die kommerzielle Zukunft des DCEU völlig offen. Aber mit dem Sequel „Aquaman: Lost Kingdom“ (Budget: 215 Millionen Dollar), das am 21. Dezember 2023 in den deutschen Kinos startet, steht ein starker Kandidat in den Startlöchern, um dem Franchise wieder neues Leben einzuhauen.

Statistiken aller DCEU-Filme:

FilmtitelEinspielergebnis NordamerikaEinspielergebnis weltweitBesucher in DeutschlandBudgetStartdatum Deutschland
Man of Steel (2013)291,1 Millionen Dollar670,2 Millionen Dollar743.643225 Millionen Dollar20.6.2013
Batman v Superman: Dawn of Justice (2016)330,4 Millionen Dollar874,4 Millionen Dollar1.533.202250 Millionen Dollar24.3.2016
Suicide Squad (2016)325,1 Millionen Dollar749,2 Millionen Dollar1.609.074175 Millionen Dollar18.8.2016
Wonder Woman (2017)412,8 Millionen Dollar824,0 Millionen Dollar783.715149 Millionen Dollar3.8.2017
Justice League (2017)229,0 Millionen Dollar661,3 Millionen Dollar631.215300 Millionen Dollar16.11.2017
Aquaman (2018)335,1 Millionen Dollar1,15 Milliarden Dollar2.001.397160 Millionen Dollar20.12.2018
Shazam! (2019)140,5 Millionen Dollar367,8 Millionen Dollar390.672100 Millionen Dollar5.4.2019
Birds Of Prey (2020)84,2 Millionen Dollar205,4 Millionen Dollar503.35284,5 Millionen Dollar6.2.2020
Wonder Woman 1984 (2021)46,8 Millionen Dollar169,6 Millionen Dollar18.338200 Millionen Dollar17.6.2021
The Suicide Squad (2021)55,8 Millionen Dollar168,7 Millionen Dollar567.865185 Millionen Dollar5.8.2021
Black Adam (2022)168,2 Millionen Dollar393,3 Millionen Dollar1.019.414200 Millionen Dollar20.10.2022
Shazam! Fury Of The Gods (2023)57,6 Millionen Dollar133,8 Millionen Dollar253.441125 Millionen Dollar16.3.2023
The Flash (2023)108,1 Millionen Dollar270,6 Millionen Dollar290.212200 Millionen Dollar15.6.2023
Aquaman: Lost Kingdom (2023)205 Millionen Dollar21.12.2023

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