US-Comeback von Regie-Legende John Woo: „Silent Night“ floppt auch in deutschen Kinos

Das Hollywood-Comeback von Regie-Legende John Woo war ein kommerzieller Reinfall. Sein dialogloser Rache-Thriller „Silent Night“ floppte nun auch in Deutschland.

Seit 2003 hat der chinesische Meisterregisseur John Woo („The Killer“, „Hard Boiled“) nicht mehr in den USA gedreht. Nach dem qualitativ und kommerziell enttäuschenden Sci-Fi-Thriller „Paycheck – Die Abrechnung“ arbeitete der heute 77-Jährige ausschließlich in seiner Heimat.

John Woos „Silent Night“ mit schwachen Zahlen in den deutschen Kinos

Doch seine Rückkehr in die Traumfabrik mit dem dialoglosen Rache-Action-Thriller „Silent Night – Stumme Rache“ mit „For All Mankind“-Star Joel Kinnaman in der Hauptrolle war auch an den deutschen Kinokassen ein Flop. Die amerikanisch-mexikanische Co-Produktion kam bei ihrem Start am Wochenende vom 14. bis 17. Dezember 2023 laut „InsideKino.de“ auf Platz 9 der deutschen Kinocharts nur auf 12.500 Besucher (18.500 inklusive Previews) in immerhin 221 Kinos. Das entspricht einem sehr schwachen Schnitt von 57 Besuchern pro Leinwand. In der zweiten Wochen zementierte sich der Flop mit Platz 19 bei nur noch knapp 5.000 Besuchern. Das bedeutete noch einmal ein Minus von 63 Prozent gegenüber dem schwachen Startwochenende. Insgesamt kam „Silent Night – Stumme Rache“ auf 27.500 Zuschauer.

John Woo und Kid Cudi am Set von „Silent Night – Stumme Rache“ (© Leonine Studios)

Darum geht’s: Am Weihnachtsabend des Jahres 2021 wird der siebenjährige Sohn von Brian Godlock (Joel Kinnaman) bei einer Schießerei zwischen rivalisierenden Banden getötet. Bei der Verfolgung der Täter wird auch Brian verletzt und verliert durch einen Schuss in den Hals seine Stimme. Ein Jahr später, am selben Tag, übt er blutige Rache an allen Beteiligten des tragischen Vorfalls.

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Zum Vergleich der Zahlen: Woos größte Hollywood-Hits waren auch in Deutschland sehr erfolgreich. „Mission: Impossible II“ (2000) hatte 4,45 Millionen Zuschauer, „Im Körper des Feindes“ (1997) 1,78 Millionen und „Operation: Broken Arrow“ (1996) immerhin 940.000.

„Silent Night“ floppte auch in den USA

Auch in den USA (Start: 29.7.2023) floppte „Silent Night“: Der Film spielte in Nordamerika 7,4 Millionen Dollar ein. Weltweit liegen die Einnahmen bei 10,0 Millionen Dollar – zu wenig für eine Produktion mit einem Budget von knapp 30 Millionen Dollar. Um die Gewinnschwelle zu erreichen, bräuchte „Silent Night“ (nach der branchenüblichen Formel Produktionsbudget mal 2) knapp 60 Millionen Dollar an Kinoeinnahmen. Davon ist der Film weit entfernt.

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Auch bei den Kritikern schneidet „Silent Night“ nur mittelmäßig ab. Bei Metacritic gibt es 54/100 Punkte, bei Rotten Tomatoes 66 Prozent und bei Imdb 5,6 von 10 Punkten.

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