Til Schweigers neuer Film „Das Beste kommt noch!“ floppt in deutschen Kinos

Für Til Schweiger geht es an den deutschen Kinokassen nach einem kurzen Zwischenhoch mit dem erfolgreichen 90er-Jahre-Revival „Manta, Manta – Zwoter Teil“ Anfang des Jahres jetzt wieder bergab. Sein neuer Film „Das Beste kommt noch“ floppt in den deutschen Kinos.

Til Schweigers Regiearbeit „Das Beste kommt noch!“, das Remake der gleichnamigen französischen Tragikomödie von 2019 mit Fabrice Luchini und Patrick Bruel, kam laut „InsideKino.de“ in den deutschen Kinocharts vom 7. bis 10. Dezember 2023 auf Platz 6 nur auf 21.000 Besucher (25.500 inklusive Previews), obwohl der Neustart bundesweit in 342 Kinos startete. Der 59-Jährige spielt auch hier die Hauptrolle. In der zweiten Woche kamen auf Rang 10 11.000 Besucher hinzu (minus 47 Prozent gegenüber dem Start) – zu insgesamt 44.500.

Das französische Original war im Juli 2020 inmitten der Corona-Pandemie in Deutschland gestartet und erzielte damals knapp 30.000 Besucher – allerdings in einer Zeit, in der kaum jemand ins Kino ging und die Zuschauerzahlen pandemiebedingt schlecht waren.

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Schleichende Talfahrt an den Kinokassen

Für den erfolgsverwöhnten Regisseur und Schauspieler ging es nach dem Megaerfolg von „Honig im Kopf“ (2014) mit 7,27 Millionen Zuschauern in Deutschland stetig bergab. Der Kinderfilm „Conni & Co. 2“ (2017) erreichte nur 224.000 Zuschauer, „Klassentreffen 1.0“ (2018) war mit 1,15 Millionen Besucher noch ein Hit, während das US-Remake von „Honig im Kopf“ mit knapp 7.000 Zuschauern mehr als katastrophal abschnitt. Die „Klassentreffen 1.0“-Fortsetzung „Die Hochzeit“ (2020) kam immerhin noch auf 656.000 Zuschauer, „Lieber Kurt“ (2022) floppte jedoch mit 90.000 Zuschauern. Mit „Manta, Manta – Zweiter Teil“ (1,24 Millionen Besucher) sendete Schweiger wieder ein kommerzielles Lebenszeichen.

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Die Zeiten gigantischer Besuchererfolge wie „Keinohrhasen“ (2007/6,30 Millionen Besucher), „Zweiohrküken“ (2009/4,26 Millionen) oder „Kokowääh“ (2011/4,32 Millionen) scheinen vorerst vorbei zu sein. Ob der aktuelle Flop auch mit dem Imageverlust Schweigers nach den Vorfällen am Set von „Manta, Manta – Zweiter Teil“ zusammenhängt, ist unklar. Während ein Teil der Presse auf Schweiger einprügelte, hielten ihm seine Fans in öffentlichen Diskussionen und sozialen Medien überwiegend die Treue. Nur der Kauf einer Kinokarte fällt vielen offenbar schwer.

Schweiger zu den Vorfällen am Set von „Manta, Manta – Zwoter Teil“

Nachdem der „Spiegel“ von einem „Klima der Angst“ am Set von „Manta, Manta – Zwölfter Teil“ berichtet und Constantin Film eine Untersuchung eingeleitet hatte, meldete sich Schweiger vor wenigen Tagen in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung zu Wort: „Bei ‚Manta, Manta – Zwölfter Teil‘ gab es eine umfangreiche Untersuchung der Vorkommnisse am Set, am Ende ist von den Vorwürfen gegen mich nicht viel übriggeblieben. Was an der Geschichte über mich dran war, habe ich zugegeben. Und für die Ohrfeige habe ich mich noch während der Dreharbeiten entschuldigt. Und zwar von Herzen! Und diese Entschuldigung wurde auch angenommen.“

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