US-Kinocharts: Hayao Miyazaki mit „Der Junge und der Reiher“ überraschend auf Platz 1

Mangels großer Neustarts hat Kultregisseur Hayao Miyazaki die Gunst der Stunde genutzt und sich mit „Der Junge und der Reiher“ an die Spitze der nordamerikanischen Kinocharts vom 8. bis 10. Dezember 2023 gesetzt.

Der japanische Animationsfilm „Der Junge und der Reiher“ erobert mit 13,0 Millionen Dollar überraschend den ersten Platz der nordamerikanischen Kinocharts. Als Neustart gelingt es dem japanischsprachigen Film, das Publikum zu begeistern und direkt an die Spitze zu klettern.

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Zum Vergleich: Das ist mehr als die Gesamteinspielergebnisse mehrerer Miyazaki-Filme: „Chihiros Reise ins Zauberland” (2002) mit 10,0 Millionen Dollar, „Wie der Wind sich hebt” (2014) mit 5,2 Millionen Dollar und „Das wandelnde Schloss” (2005) mit 4,7 Millionen Dollar. Auch das Endergebnis von Miyazakis „Ponyo“ aus dem Jahr 2009 von 15,0 Millionen Dollar ist nicht weit entfernt. „Der Junge und der Reiher“ wird „Ponyo” wahrscheinlich noch in dieser Woche überholen.

„Die Tribute von Panem: The Ballad Of Songbirds & Snakes“ zeigt Stärke

Das Fantasy-Abenteuer „Die Tribute von Panem: The Ballad Of Songbirds & Snakes“ behauptet sich auf dem zweiten Platz der Charts. Mit 9,3 Millionen Dollar am Wochenende und 135,5 Millionen Dollar insgesamt zeigt das 100 Millionen Dollar teure Prequel, dass das Interesse des Publikums ungebrochen ist.

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Ein weiterer Film in japanischer Originalfassung, „Godzilla Minus One“, sichert sich mit 8,6 Millionen Dollar den dritten Platz. Das Fantasy-Horror-Abenteuer zieht die Zuschauer in seinen Bann und hat seit dem Start insgesamt 25,6 Millionen Dollar eingespielt. Die Animationskomödie „Trolls – Gemeinsam sind wir stark“ behauptet sich in den US-Charts und landet auf dem vierten Platz. Mit 6,1 Millionen Dollar am Wochenende und einem Gesamtergebnis von 83,0 Millionen Dollar zeigt der Film Kontinuität.

„Wish“ bleibt hinter den Erwartungen

Für Beyoncés Konzertfilm „Renaissance“ ging es nach dem Spitzenplatz in der Vorwoche mit Rang 5 steil bergab. 5,5 Millionen Dollar kamen in der zweiten Woche noch hinzu. Das Gesamtergebnis seit dem Start vor zehn Tagen beläuft sich auf 28,5 Millionen Dollar.

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Disney-Pixars „Wish” schafft es mit 5,3 Millionen Dollar auf den sechsten Platz. Die mit 200 Millionen Dollar hochbudgetierte Animationskomödie schwächelt weiterhin mit bisher nur eingespielten 49,4 Millionen Dollar. Das Historien-Drama „Napoleon“ belegt mit 4,1 Millionen Dollar an diesem Wochenende den siebten Platz. Insgesamt hat das Epos von Ridley Scott bisher 53,0 Millionen Dollar an den nordamerikanischen Kinokassen eingespielt.

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